wie macht man sich bei anderen "Interessant"?

CaveCanem
das frage ich mich seit eh und je.
hab das regelrecht studiert, wie man sich verhalten muss, um ein höheres maß an interesse anderer menschen zu erlangen.
ich stellte dabei fest, es geht quantitativ am besten mit negativen verhaltensweisen, also indem man sich unbeliebt macht.
ist das nicht irgendwie traurig für die menschheit?

naja.. klingt voll dumm wahrscheinlich, aber ich weiss sowas einfach nicht, also

wie verhält man sich, dass man mit fremden mensch in kontakt tritt bzw. diese interesse an einem erlangen (ja, schon doof, die entscheidung wer sich für wen interessiert, muss der andere part meist übernehmen, ich finde menschen nur interessant wenn ich die kenne oder wenn ich die 2.grades "kenne" oder nach langer zeit)

aber ich sehe immer wieder, dass menschen innerst kürzester zeit irgendwie "bekannte" gefunden haben - wie machen die das?
wie schaffen die das, dass andere die interessant oder sympathisch finden, wo sie sich doch gar nicht kennen?

ich kann sowas nicht, ich "freundete" mich bis vor 3 jahren mit jedem an, der mich ansprach bzw. dann eben (wieso auch immer) in meiner nähe blieb.
selbst auf schriftlicher ebene bin ich da irgendwie "langsamer" und inzwischen habe ich das ernsthafte gefühl, bei mir stimmt was nicht.

ich wusste nicht, in welches thema das passt. dachte,hier gehts am besten, da viele die sich mit mobben beschäftigen sich wahrscheinlich auch mit meinem thema hier beschäftigen. glaube ich...mh verwirrt

naja. wie machen die das, die rgendwie "interessant" sind, ohne irgendwas besonderes zu tun? und - verdammt- wieso werde ich ständig mehr oder weniger übersehen? ich sehe nich unauffällig aus, und doch sagte man mir schon sowas wie: oh, du warst da?? hab dich gar nicht wahrgenommen...

irgendwas mache ich falsch aber ich weiss nicht was.

also würd ich gerne jetzt wissen, wie man menschen kennenlernt und einen stabilen bezug zu denen aufbaut. und das möglichst, ohne sich zu verstellen (GEHT DAS?? )

naja ich rechne nicht wirklich mit antworten aber ich dachte, ein versuch ist es wert smile
Armandine
Hey,

also ich denke, wenn man sich erstmal "angewöhnt hat", sich zu verstellen, dann kommt man da nicht so schnell von weg.
Ich finde die Offenheit vieler Menschen oft befremdlich, weil ich selbst in "Kennenlern-Situationen" generell das Gefühl hab, alles was von mir ausgehen könnte wäre aufdringlich und andere würden unweigerlich denken "Was will die denn? O.o" und so erwische ich mich dann manchmal, wenn ich dem Kennenlernen nicht entgehen kann, dabei, die Verhaltensweisen von anderen zu übernehmen und fast mechanisch nett und sympatisch zu sein obwohl der Kopf dabei entweder leer ist oder sich über das, was grad passiert, wundert. Am Ende reichts zwar auch dann nicht, und die Leute vergessen sogar meinen Namen obwohl ich auch nicht grad unauffällig bin, aber für den Moment ists.. Naja, der Moment dann ist überstanden.

Letztendlich komm ich dann oft zu dem Schluss, dass zumindest die, bei denen das Schauspielen nicht möglich ist, einfach naiv gegenüber anderen und deren Meinungsbildung im ersten Augenblick sind. Gelegentlich denke ich auch gehässig - aber neidisch - dass denen einfach noch nichts passiert ist, was schlimm genug war, um sie aufwachen zu lassen.
Naivität macht in so einem Fall meiner Meinung nach dann unbefangen und damit offen und damit sympathisch und nett.
CaveCanem
ja, aber wenn ich offen bin, dann finden die meisten es irgendwie "komisch" bis eklig, obwohl es etwas normales ist.
und sonst wüsste ich meist nix zu erzählen. beispiel: wenn ich kacken gehn muss, dann sag ich, dass ich kacken gehn muss und viele finden das nicht gut.
hab mir angewöhnt, stattdessen "toilette" zu sagen aber auch das ist irgendwie falsch.

ich glaub, ich bin zu doof für menschliche umgangsformen. dabei bin ich doch auch ein mensch (dachte ich jedenfalls).
aber irgendwas ist grundlegend anders.

ich seh das ja echt oft, dass menschen sich grad mal 5minuten gesehen haben und schon in nem gespräch sind, ich frag mich da, über was die reden, dass die das schaffen sich so "spontan" zu unterhalten.

hab mir ebenfalls diverse "slangs" angeeignet, die bei anderen gut ankamen bzw. funktionierten, doch wenn ich die anwende verfehlen die oft ihren nutzen. also irgendwie klappt das, was bei anderen klappt, bei mir nicht. obwohl ich wortlaut auswendig gelernt hatte.

voll kompliziert.......
Armandine
Ich hatte die wichtigen Aspekt in der "Mechanik" und dem "sich verstellen" gesehen.

Ich meine, wenn du "Umgangsformen" - die ich eigentlich für sehr relativ halte - aneignest und dir bestimmte Dinge extra angewöhnst, dann sind es ja nicht deine,
So hatte ich auch deinen ersten Post verstanden, dass solche Offenheit (heute) nicht zu dir gehört, sondern dass du dich eben so hinstellst weil du siehst, dass andere mit diesem Verhalten Erfolg haben. Das wärst dann aber ja nicht du, und ich glaube nicht, dass "Nachahmung" genauso authentisch ist wie das, was tatsächlich so ist und zu dem passt was man sieht - ja, das klingt doof so.
Ähh, also.. Deshalb kommt's einem dann auch nicht nachvollziehbar vor, wenn andere damit weiterkommen.
Auf das Verständnis bezog sich auch meine Aussage, dass man nicht aufhören kann, sich zu verstellen.

Das klingt jetzt auch kompliziert und ich hab den Faden verloren. >.<
Tut mir leid, wenns nicht zu deiner Frage passte.
CaveCanem
naja, es ist eher so, dass ich meistens mich so zu verhalten versuche, wie andere es (wahrscheinlich) erwarten, oft liege ich da aber falsch, da es überall offenbar unterschiedlich ist.
wenn ich mich "sicher" fühle, passieren solche dinge wie mit dem "kacken", also bei freunden oder zu hause zb. aber da verplane ich irgendwie eben oft, dass auch menschen da sind, die das halt nicht bereits von mir kennen........ das beachte ich schlichtweg nicht, erst im nachhinein fällt es mir auf.

fast alles hab ich mir angeeignet, wie vokabeln fast schon, damit ich eben irgendwie "funktioniere" bzw. zumindest nicht negativ auffalle. ich verhalte mich daher generell sehr vorsichtig, doch schützt es nicht vor solchen dingen wie der sache mit dem "kacken" oder so.

ich hab auch schon n thema zu "echtheit" eröffnet, aber dieses zu mir selbst fnden klappt auch nicht, da ich nicht genau weiss wie ich bin, denn wenn ich ich wäre, wär ich wohl noch mehr "daneben" verwirrt

ich finds voll depriierend, dass ich weder so sein kann wie ich es vielleicht wäre, noch so ne mischung aus anderen menschen ...
das bin ich im grunde, ich habe von vielen leuten bestimmte dinge übernommen welche zu einer komposition meines "ichs" führt. aber ob das jetzt das "ICH" an sich ist, weiss ich eigentlich nicht. also modellernen ist normal, ebenso we man verhaltensweisen anderer übernimmt aber ich hab den eindruck, ich übernehme meist genau das verkehrte...

ich find das ganze sehr komplex, ja. dabei solls doch "natürlich" sein...ich frage mich, wie einige es schaffen, so "beliebt" zu sein zum beispiel. vielleicht bin ich auch nur zu blöde, keine ahnung. ich komme mir da meist so vor, weil ich das nicht verstehe wie die's machten. wenn ich mal ansatzweise versucht habe, das zu imitieren, (also menschen zum lachen bringen dachte ich, ist ein guter ansatz) dann hielt es nicht sehr lang. und vor allem ging mir mein "humor" auch auf dauer aus und dann wars wie vorher.
schade verwirrt
Opiumtinktur
Ich habe immer das Gefühl, dass es wichtig ist, wie man aussieht, was man anzieht etc. um von anderen als interessant empfunden zu werden.

Wenn du dich an dei Umfeld anpassen möchtest, indem du Verhaltensweisen imitierst, ist das - denke ich zumindest - ganz gut. Nur solltest du es damit nicht übertreiben, denn dann geht dein eigentliches "Ich" verloren. Und dieses "Ich" ist es ja, was von den anderen als interessant empfunden wird. Also versuche trotzdem, etwas zu "mixen".

Ansonsten das mit dem Kontakte knüpfen klappt wohl am besten, wenn du einfach auf die Leute zugehst, zumindest habe ich jetzt diese Erfahrung positiverweise machen können, da es mir lange Zeit auch ein bisschen so ging wie dir.

Edit: Der Ästhetik halber schreibe ich jetzt auch mal violett großes Grinsen
streben
Nun, ich frage mich gerade an welcher "Norm" du dich überhaupt orientierst?
Wäre es nicht reichlich unerfüllend, wenn du kommunizieren könntest, es
dich jedoch verfälscht und auf Dauer sicherlich auslaugt?

Ich denke, um beliebt zu sein gehört ein sehr großes Stück Selbstverliebtheit
dazu, weil andere sich meist an jenen Alphatieren orientieren, da sie Mut und
Sicherheit ausstrahlen. Schlicht gesagt stark sind. Es liegt schon in der
Natur des Menschen sich an die gesunden und intakten Vorreiter zu halten,
um gemeinsam durchzukommen.

Die Komposition deines ichs ist doch nicht automatisch verworren und
entfremdet, bloß weil sie durch andere Menschen und äußere Umstände geprägt
ist. Die Persönlichkeit eines Jeden entwickelt sich ja nicht aus dem Bauch heraus,
sondern entsteht im Laufe der Zeit hauptsächlich durch Erlebnisse
und damit verbundene Gedanken in der Umwelt.

Um sich selbst für andere interessant zu machen wird man leider nicht drumrum
kommen sich selbst zu lieben, also im Einklang mit sich selbst zu sein. Ich weiß,
das steht auf jeder zweiten Postkarte heutzutage, aber dem ist wahrscheinlich
einfach so. Wieso sollte man für andere interessant sein, wenn man es nicht
einmal für sich selbst ist?

Ein weiteres Problem bei spontanen Unterhaltungen sehe ich darin meist
nichts "vorzuweisen" zu haben. Läuft Person A Person B über den Weg und
fängt eine kurze Unterhaltung an, hat sie meist eine Liste von Dingen, welche
aktuell um sie herum passierten/passieren oder noch passieren werden.
Es bietet einfach unendlich Gesprächsstoff, wenn man abends im Lokal
so und so bei so und so mit so so, der so und so ist, das und das macht und
hinterher noch die und die trifft, welche man seit so und so kennt und welche
letztens mit da und da war was so und so war Augenzwinkern
Ich beispielsweise mache einfach nichts! Ich habe nichts zu erzählen, was
nicht nach wenigen Minuten unter die Haut gehen würde, weil ein besonderer
Umstand einfach einer Erklärung bedarf.
Vielleicht solltest du, anstatt irgendwelche Umfangsformen auswendig
zu lernen, dir gewisse Themen überlegen, über welche du sprechen
kannst und die andere gut nachvollziehen können, sodass eine Unterhaltung
draus entstehen kann.

Wie oft machst du denn diese negativen Erfahrungen mit deinem Verhalten?
Kann es sein, dass du dich eventuell an die falschen Leute machst,
die dich ohnehin schon abgeschrieben haben, bevor sie sich auf dich
eingelassen haben?

Ansonsten kann ich mich Opiumtinktur nur anschließen: Versuche einen
gesunden Mittelweg zu gehen...
CaveCanem
wie man aussieht ist wichtig...ja.

das hab ich ja schon oft erlebt, irgendwie. inner schule wars meist so, dass die lehrer und so meinen namen als erstes wussten, da ich eben auffälliger aussehe als die meisten anderen, doch war auch mein name der erste, den die selben lehrer wieder vergessen...
mein name merkt man sich zu erst und vergisst man auch wieder zu erst.

und einmal war echt die härte, da gings um fehlzeiten und die lehrerin meinte, ich hätte zu viele fehlzeiten, nannte die betreffenden daten. bei einigen davon war ich definitiv da, was ich dann auch sagte. ich nannte ihr sogar den inhalt des unterrichts und was ich da gemacht habe bzw sagte in diesen "fehlstunden". da sagte die allen ernstes zu mir: "ja, kann sein j, ... ich nehme dich einfach nicht wahr."
und weil die mich ja nicht "wahrnimmt" bekam ich auch ne schöne 5 reingeknallt, obwohl das sogar eines der wenigen fächer war, wo ich mich beteiligte, da es mich interessierte (war halt mit "spielen" und darstellender kunst, wo man halt kreativ sein kann).

naja schule ist eh schon längst vorbei, aber es nagt immer noch an meinen gedanken.


kontakte knüpfen .. auf menschen zugehen. ja dann geh ich auf einen menschen zu (wie wähl ich denn den richtigen aus?) und dann? sagt man hallo und dann weiss ich nicht mehr weiter. keine ahnung, worüber man mit fremden reden soll, man hat da ja noch keine gemeinsamen erfahrungswerte bzw. weiss nicht, ob es welche gibt.
wüsste schlichtweg keinen anfang und weiss noch weniger, ob der mensch auf den ich ja dann zugehen müsste, überhaupt gewillt ist, mit mir zu sprechen... weil, wieso kam der dann nicht auf mich zu?

ich hab das gefühl, bei anderen geht das so einfach. ne neue gruppe und nach 5 minuten reden alle schon mit einander. und ich sitz daneben und hab keine ahnung, wie die das machen.


ich mache mit meinem verhalten eigentlich fast immer negative erfahrungen da ich mich eigentlich "gar nicht" verhalte. wenn alles neu ist, dann steh oder sitz ich da rum und bewunder die menschen, die miteinander reden, sag selber kein wort sondern beschäftige mich mit meiner sitzhaltung oder so... und überlege krampfhaft, was ich sagen könnte. und zu wem. und hoffe, dass die zeit rumgeht Augen rollen


im einklang mit mir selbst bin ich im moment wieder weniger, ich beschäftige mich grad sehr viel mit mir selbst bzw. was alles komisch lief bisher und überlege, wieso ich nicht das kann, was für andere offenbar so einfach ist.

ich kann mir nicht vorstellen, dass die das irgendwie "lernen" mussten oder "studieren" mussten, wie man mit anderen redet, das wirkt vielmehr so, als ginge das automatisch bei denen. und dieses automatische gibts bei mir nicht. ich muss das echt lernen, hab schon jede menge bücher über kommunikation und sowas gelesen aber ne richtige anleitung gabs da irgendwie nie.
natürlich weiss ich, dass man über nonsens wie "wetter" oder so labern könnte.
aber das kann ich nicht, weil es einfach ..ja.. nonsens eben ist. sieht doch jeder selbst das wetter, also wieso dafür seine stimmbänder beanspruchen?


ich hab ja nicht das ziel, "beliebt" zu sein, sondern eben dass ich wie die anderen auch ganz "normal" ins gespräch kommen kann und so menschen kennenlerne oder eben feststelle, nee der mensch ist mir nicht sympathisch und dann eben wo anders hin oder so.

das problem ist auch, dass ich bis vor einigen jahren im grunde jeden menschen "nett" fand, der überhaupt mit mir sprach, solange dieser mich nicht hintergangen hat oder ähnliches.
konnte da nie sagen, der mensch ist nicht auf "meiner wellenlänge" also, dass der nicht zu mir passt.
liegt daran, dass ich mich eben immer dem anderen "angepasst" habe, bzw. es versuchte, auch wenns absolut nicht meine art war, weil ich eben dachte, das sei "normal" und so muss man also sein. also "war" ich eben so.

wollte eben immer "normal" sein, doch wusste ich immer, dass ich es nicht bin. aber wenigstens wollte ich nicht auffallen durch meine unnormalität sondern das vertuschen damit ich ne chance habe, dazu zu gehören.
klappte allerdings selten, meistens gings anfangs gut und irgendwann wurd ich zur zielscheibe der "coolen", da sie offenbar schnell merkten, dass ich doch gar nicht so "cool" bin (oder was auch immer grad angesagt war) sondern eben anders.

kann nichtmal definieren, WAS anders ist an mir aber ich spüre, DAS etwas anders ist an mir. auch schon, als ich noch nicht verrückt war verwirrt

ist das echt so kompliziert oder bin ICH zu kompliziert?
wenn es einfach so kompliziert ist, wieso bekommen scheinbar alle das hin, ausser mir? bin ich zu doof für das, was jeder kann?

*roman ende* pfeif
streben
Zitat:
Original von CaveCanem
ich mache mit meinem verhalten eigentlich fast immer negative erfahrungen da ich mich eigentlich "gar nicht" verhalte. wenn alles neu ist, dann steh oder sitz ich da rum und bewunder die menschen, die miteinander reden, sag selber kein wort sondern beschäftige mich mit meiner sitzhaltung oder so... und überlege krampfhaft, was ich sagen könnte. und zu wem. und hoffe, dass die zeit rumgeht

Wahrscheinlich liegt ein großer Unterschied zwischen dir und den anderen
darin, dass die anderen sich nicht den Kopf darüber zerbersten, wie sie am
besten funktionieren.
(
Zitat:
(...), wieso ich nicht das kann, was für andere offenbar so einfach ist.
)
Sie handeln ganz simpel und bleiben sich selbst somit auch
gerecht. Sie kämen bestimmt nicht einmal auf die Idee, nach den Bedürfnissen
anderer zu kommunizieren und sich zu verhalten.
Ich kenne das gleiche von mir. Das erste Zitat hätte von
mir stammen können. Ich verhalte mich genauso, wenn ich zwangsläufig
in irgendeiner Gruppe stecke oder eine beobachte.
...
Zitat:
ich kann mir nicht vorstellen, dass die das irgendwie "lernen" mussten oder "studieren" mussten, wie man mit anderen redet, das wirkt vielmehr so, als ginge das automatisch bei denen. und dieses automatische gibts bei mir nicht. ich muss das echt lernen, hab schon jede menge bücher über kommunikation und sowas gelesen aber ne richtige anleitung gabs da irgendwie nie.
natürlich weiss ich, dass man über nonsens wie "wetter" oder so labern könnte.
aber das kann ich nicht, weil es einfach ..ja.. nonsens eben ist. sieht doch jeder selbst das wetter, also wieso dafür seine stimmbänder beanspruchen?

Ich finde hier wird auch wieder deutlich, dass du einfach zu viel denkst.
(Wobei mir gerade auffällt, dass du im Gegensatz zu mir ja schon
praktische Erfahrungen wagst.. verwirrt Ich sage trotzdem mal das, was ich
ursprünglich vorhatte zu sagen) Ein Buch wird nur im seltensten Fall die
eigentliche Übung ersetzen. Ziel ist ja Kommunikation zu beherrschen, nicht
zu kennen.
Du sagst, dass es bei denen automatisch geht und bei dir eben nicht.
Ich kenne deine Geschichte leider nicht genau, aber ich vermute, dass dir
ein riesengroßes Stück der Alltäglichkeit und damit auch das Können bezüglich
der Kommunikation verloren gegangen ist, oder noch geht.
Andere hatten höchstwahrscheinlich nie ein Loch, welches die alltägliche
Plapperei verhinderte. Sie sind es einfach gewohnt über sich selbst zu
reden und von Erlebnissen, Erfahrungen und Gedanken (die sicherlich anders
aussehen, als die, der meisten hier im Forum) zu berichten.

90 Prozent von dem was sie reden hat auch keinen näheren Sinn, da solltest
du lernen, dass es besser ist seine Gedanken über das miese Wetter
mitzuteilen, als zu schweigen.
Vielleicht kannst du dich in dem Moment
dran erinnern, letzte Woche etwas geplant gehabt zu haben, was widerum
durch den Regen ausgefallen ist. Du hattest dich schon total drauf
gefreut, weil du schoneinmal dort warst und dies und jenes einfach total
lustig war. Deine Freundin war auch mit und .... .... ....
So steht schon ein erstes dieser "leichten" Gespräche.
Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann frag dein Gegenüber doch,
was er so vor hätte am Wochenende vielleicht. Dann entsteht daraus
vielleicht neuer Gesprächsstoff...
Ich weiß selbst, dass das leichter gesagt als getan ist.. aber du scheinst mir
echt viel Mut zu haben und scheust das Ausprobieren nicht. Hoffe ich hatte
keinen falschen Eindruck, nach dem was du schriebst.
Zitat:
ich hab ja nicht das ziel, "beliebt" zu sein, sondern eben dass ich wie die anderen auch ganz "normal" ins gespräch kommen kann und so menschen kennenlerne oder eben feststelle, nee der mensch ist mir nicht sympathisch und dann eben wo anders hin oder so.

das problem ist auch, dass ich bis vor einigen jahren im grunde jeden menschen "nett" fand, der überhaupt mit mir sprach, solange dieser mich nicht hintergangen hat oder ähnliches.
konnte da nie sagen, der mensch ist nicht auf "meiner wellenlänge" also, dass der nicht zu mir passt.

Dazu möchte ich bloß sagen, dass es mir genauso geht. Man ist
für wenige Worte, die für den anderen nichts bedeuten, dankbar und
total erstaunt, dass jemand einen netten Ton anschlägt und ansatzweise
Interesse an einem hat...

Zitat:
kann nichtmal definieren, WAS anders ist an mir aber ich spüre, DAS etwas anders ist an mir. auch schon, als ich noch nicht verrückt war verwirrt

ist das echt so kompliziert oder bin ICH zu kompliziert?
wenn es einfach so kompliziert ist, wieso bekommen scheinbar alle das hin, ausser mir? bin ich zu doof für das, was jeder kann?

"Jeder" hat einfach nicht den Streifen mitgemacht, welchen du mitgemacht
hast. Du gehörst vielleicht nicht zur allgemeinen Norm, aber das ist doch
gut so. Der Fisch im Strom ist mit Sicherheit nicht automatisch
glücklich. Du zeichnest dich doch dadurch aus, dass du etwas Besonderes
bist... Vielleicht bist du kompliziert - aber wenn du irgendwann die ganze
Scheiße hinter dir lassen kannst, wirst du dein Glück viel mehr schätzen
können, als andere.. und du wirst einfach bewusster leben können,
glaube ich.

Tut mir leid, wenn ich dir damit nicht weiterhelfen konnte..
Aber das Problem ist ja, dass es kein Rezept zur Lösung gibt. unglücklich
Silly-Sally
Ich gehöre auch zu den Leuten, die nirgendwo so richtig reinpassen.

Früher hab ich mich immer total angepasst; den Gesprächen, der Kleidung, usw. Das war vor vllt 15 Jahren so, als ich noch zur Schule ging.
Das Problem was dabei einfach auftrat, dass ich mich nicht in meiner Haut wohlfühlte. Ich fühlte mich falsch, wie in einer Filmrolle. Und es passte auch einfach nicht zu mir.

Zitat:
Original von streben
90 Prozent von dem was sie reden hat auch keinen näheren Sinn, ....

Allein damit habe ich schon ein Problem. Wenn jemand echt zu 90% nur Müll von sich gibt oder absolut belangloses Zeugs, dann ist der jeninge für mich absolut uninteressant und ich werde von sowas auch ziemlich schnell genervt.
Ich kann das nichtmal wirklich abstellen- es passiert dann einfach irgendwann.

Zitat:
Original von streben
solltest du lernen, dass es besser ist seine Gedanken über das miese Wetter mitzuteilen, als zu schweigen.

Das nächste Problem ist bei z.B. dem Wetter, dass ich mich nicht wohlfühle, wenn sich andere Leute wohlfühlen. Alle schreien "juhuu" bei Sonnenschein, ich freu mich ehr auf Weltuntergangsstimmung.
Mittlerweile sag ich das auch so. Weil immer dieses schauspielern echt unnötige Kraft raubt.

Ich bin also einigermaßen 'true' und hab versucht auch ein bisschen das Gedankenkreisen dazu abzulegen.
Trotzdem habe ich oft das Problem, dass ich bei zwangsläufigen Gruppen merke, dass die meisten Leute Abstand nehmen.
Und ich bin mir schon recht sicher, dass ich mich da nicht "unter aller Sau" benehme, was irgendwie peinlich sein könnte...
Trotzdem merke ich, dass ich oft aussen vor bin.

Früher, als ich noch etwas anders drauf war und oft die Maske aufhatte (nichtmal im Sinne von den Erkrankungen, sondern ich einfach nicht wirklich ICH war), da war ich mehr mittendrin...
Aber eben zu welchem Preis?

Wenn ich mir meine Leute selbst ausgesucht habe, dann geht alles völlig in Ordnung. Dann bin ich auch ich, weil ich ja auch nur an Menschen interessiert bin, die mich nehmen so wie ich bin und wo ich mich nicht verstellen muss.
Problematisch ist das echt eben immer wenn ich auf der Arbeit war oder in der Ausbildung/ Schule, etc.
Und da eben ist das echt schon total frustrierend, wenn man 'blöd' angeguckt wird oder gefühlsmäßig aussen vor ist.


Hmm ja, war jetzt wohl nicht hilfreich und konstruktiv... sry. Augen rollen
Dyinggirl
also ich würde dir vorschlagen um dich interessant bei anderen zu machen etwas geheimnissvoll zu tun!
Einfach nicht alles von dir Preisgeben!

du kannst dich auch etwas anpassen vom stil her aber nur dann wenn es auch zu dir passt und du es noch immer mit dir vereinbaren kannst!
streben
Zitat:
Original von Dyinggirl
also ich würde dir vorschlagen um dich interessant bei anderen zu machen etwas geheimnissvoll zu tun!
Einfach nicht alles von dir Preisgeben!

du kannst dich auch etwas anpassen vom stil her aber nur dann wenn es auch zu dir passt und du es noch immer mit dir vereinbaren kannst!

Ich glaube nicht, dass es mit etwas "geheimnisvollem" und n paar Kleider
wechseln getan ist...

Die Probleme liegen wohl ganz woanders.
CaveCanem
sry habs nicht gebacken bekommen mit antworten

ich bekomme immer mehr das gefühl, dass man grad in foren wie diesen besonders extrem "jammern" muss um "gehört" zu werden. dass man die worte, die man besonders schlimm findet in gross und fett und in "alarmfarben" schreibt sowas wie:
FICKEN

wenn ich schreibe, dass ich vom leben GEFICKT
werde, hört man mir dann eher zu?

und wenn ich lediglich schreibe: ich habe nicht viel positives im leben erfahren
dann kommt nix, trotz selbiger erfahrungen.

das habe ich soeben gerafft. man MUSS offenbar überdramatisieren, damit einem überhaupt wer zuhört.
leider (oder zum glück? ) liegt das absolut nicht in meiner natur, deswegen werde ich wohl da keine große chance haben. aber ehrlch gesagt, ich lege auch keinen großen wert mehr drauf, nachdem ich dieses prinzip verstanden habe.
wenn wer dennoch auf mein "gejammer" reagiert hat es möglicherweise einen ganz anderen wert als bei jemandem, der sein/ihr gejammer in groß/fett/rot schreibt und 10 antworten bekommt, wo lediglich antworten wie : so geht es mir auch und :drue ck: steht (ohne leerzeichen) und sowas. mit :dru eck: könnte ich ja eh nix anfangen. bzw. es würde mich verunsichern.

erkenntnis des tages:

ich bin noch bekloppter als angenommen und viel bekloppter als man dachte (da ich mich ja durchaus weiss zu benehmen)

super. da gehts einem ja direkt "besser" .. ironie aus
streben
Da fühlt man sich ehrlich gesagt gleich ein Stück arschiger und falscher, denn
das was du sagst, trifft es genau auf den Punkt. Sätze, Wörter, Texte sind
wohl nicht mehr viel wert, da man ja Kopf und Arm ab gewohnt ist...

Zitat:
und wenn ich lediglich schreibe: ich habe nicht viel positives im leben erfahren
dann kommt nix, trotz selbiger erfahrungen.

Der Satz scheint auch nicht mehr zu wiegen als ein "Geht, nicht grad super.."
auf die Frage "Wie geht's dir heute?" hin..

Als dramatisch wird wahrscheinlich von vielen nurnoch ein:
ICH BRING MICH JETZT UM
empfunden..

Ich komme mir gerade schonwieder recht heuchlerisch vor, da ich im Grunde
bloß alles wiederkaue, was du sagst und die Antwort
"Das verstehe ich drücken " ungefähr genauso viel Bedeutung zuzusprechen ist,
wie diesem Text.
JA.. ich fühle mich gerade ertappt und andere sich wahrscheinlich auch.

Genauso fühle ich mich aber auch ungehört und wäre froh drum, wenn ichs
nicht wäre.

Mühe gebe ich mir wirklich, nicht alles trocken zu sehen und zu nehmen
und versuche mir wirklich Gedanken zu machen, anstatt mir die Buchstaben reinzuziehen
und nicht dahinter zu blicken...
AlmostDead
Ich denke, man muss sich nicht interessant machen. Man ist es einfach.
Jeder auf seine Art und Weise.
Der eine findet eher das eine interessant, der andere eher das andere.
Gesunden Menschen würde ich immer raten, sich nicht zu verstellen und einfach darauf zu vertrauen, wie sie sind.
Für mich ist das leider nicht möglich.
Randexistenz
Zitat:
Original von CaveCanem
kontakte knüpfen .. auf menschen zugehen. ja dann geh ich auf einen menschen zu (wie wähl ich denn den richtigen aus?) und dann? sagt man hallo und dann weiss ich nicht mehr weiter. keine ahnung, worüber man mit fremden reden soll, man hat da ja noch keine gemeinsamen erfahrungswerte bzw. weiss nicht, ob es welche gibt.
wüsste schlichtweg keinen anfang und weiss noch weniger, ob der mensch auf den ich ja dann zugehen müsste, überhaupt gewillt ist, mit mir zu sprechen... weil, wieso kam der dann nicht auf mich zu?

ich hab das gefühl, bei anderen geht das so einfach. ne neue gruppe und nach 5 minuten reden alle schon mit einander. und ich sitz daneben und hab keine ahnung, wie die das machen.

ich mache mit meinem verhalten eigentlich fast immer negative erfahrungen da ich mich eigentlich "gar nicht" verhalte. wenn alles neu ist, dann steh oder sitz ich da rum und bewunder die menschen, die miteinander reden, sag selber kein wort sondern beschäftige mich mit meiner sitzhaltung oder so... und überlege krampfhaft, was ich sagen könnte. und zu wem. und hoffe, dass die zeit rumgeht Augen rollen


Und das möglichst keiner mitbekommt, wie still ich bin und wie unwohl ich mich fühle... Gleichzeitig ist da der Wunsch bemerkt zu werden, genauso wie die anderen sich einfach unterhalten zu können, auch mal etwas zum Gespräch beitragen zu können. Ich sitze nur daneben, bin irgendwie anwesend, aber es würde keinen Unterschied machen, wenn ich nicht da wäre. Ich hasse Partys/Treffen usw, habe Angst davor zu einer eingeladen zu werden, habe Angst davor als einzige nicht eingeladen zu werden, habe Angst, dass andere nett zu mir sind und kaum, dass ich weg bin über mich herziehen, weil ich so "seltsam" bin.
Ich HASSE es traurig
zeitgeist
ich weiss nicht wie man sich interessant macht. selbst beobachte ich oft das mich leute beeindrucken denen genau DAS egal ist oder zu sein scheint.
doch in den meisten fällen hält das dann nicht sehr lange.
AlmostDead
Zitat:
Original von zeitgeist
ich weiss nicht wie man sich interessant macht. selbst beobachte ich oft das mich leute beeindrucken denen genau DAS egal ist oder zu sein scheint.
.

Das ist mir auch aufgefallen.
Menschen, denen die Meinung anderer schei*egal zu sein scheint, wirken oft besonders interessant.
Lugana
Für was soll man sich denn "intressant" machen?

ich kann das nicht nachvollziehen.. entweder wird man so gemocht wie man ist oder eben nicht. Aber dass man sich deswegen irgentein Verhalten einstudiert um Aufmerksamkeit zu erregen, das halte ich mehr als fragwürdig.
CaveCanem
ich meine damit nicht, dass mich alle besonders "cool" oder toll finden, sondern dass ich wahrgenommen werde, da ich wohl die gabe besitze mich unsichtbar zu machen wo es aber wichtig ist, dass ich NICHT unsichtbar bin.
und allgemein das mit menschen in kontakt treten, womit ich mich sehr schwer tue, obwohls (scheinbar) fast alle anderen offenbar hinbekommen. mir fehlt da was, was bei den meisten menschen wie selbstverständlich wirkt.

hatte ich alles auch bereits beschrieben, die überschrift ist wohl etwas missverständlich ausgefallen.


ps. meine konsequenz bei meinen entscheidungen ist = null, wie man sieht. liegt wohl an meiner impulsivität --denk--