Online-News

KurtCobain
Handelsblatt

Zitat:
dpa WUPPERTAL. Mit der Todessehnsucht von 20 Selbstmord-Kandidaten soll ein 23-Jähriger in Wuppertal lukrative Internet-Geschäfte mit fatalem Ausgang gemacht haben. Sechs Menschen kamen durch die Pillen, die der Eventmanager verkaufte, ums Leben.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal erhob am Donnerstag Anklage wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz in 19 besonders schweren Fällen. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat er sich den Angaben zufolge bisher nicht geäußert.

Ein weiterer Fall, bei dem ein Mann die Medikamente lediglich gegen seine Nervenkrankheit eingesetzt hatte, wird zwar ebenfalls zur Anklage gebracht, jedoch nicht als besonders schwer eingestuft. Falls der Angeklagte schuldig gesprochen wird, drohen ihm für jede schwere Tat bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.

Unter dem Namen „Buddha“ hatte sich der 23-Jährige der Anklageschrift zufolge in Gesprächsforen für Selbstmörder eingeklinkt. Dabei gab er sich teils selbst als Selbstmordwilliger, teils als Medizinstudent aus, der ein buchstäblich todsicheres Mittel zu verkaufen habe.

20 Mal soll der Angeklagte Päckchen mit Anti-Epileptika und starken Beruhigungspillen verschickt haben - für 200 bis 1 500 Euro pro Portion. Sechs Empfänger nahmen sich mit den Arzneimitteln das Leben. Die anderen Geschädigten fielen tagelang ins Koma. Aufgedeckt wurden die Machenschaften, nachdem ein 19-Jähriger aus dem brandenburgischen Eberswalde halb tot in einem Hotel gefunden worden war - der 12. Fall des mutmaßlichen Medikamentenhändlers.

„Der Mann konnte ins Leben zurückgeholt werden, allerdings mit dramatischen körperlichen Konsequenzen“, berichtete der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Alfons Grevener. Die Eltern des jungen Mannes, der bereits von Leichenflecken gezeichnet war, schalteten daraufhin die Ermittler ein.

Für die Justiz sei der Fall nicht unproblematisch, da weder Selbsttötung noch die Beihilfe dazu in Deutschland strafbar seien, erläuterte Grevener. Trotz der sechs Todesopfer könne der Angeklagte daher nicht wegen eines Kapitaldelikts verurteilt werden.
Anima
Diesmal dabei ein Artikel von heise.de

Rache ist Bockwurst ein Bericht von Ernst Corinth über die Warez-Seite Bockwurst

Zu finden unter: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23663/1.html

Ich sage.....
Interessanter Artikel....tora...tora Augenzwinkern

Mit den besten Grüßen
Anima
Leanne
Berlin (dpa) - Innerhalb eines Tages sind in Berlin zwei neue Fälle verwahrloster Kinder bekannt geworden. Polizeibeamte entdeckten am Donnerstagmorgen in Spandau eine völlig verdreckte Wohnung.

Dort lebten ein eineinhalbjähriges und ein dreijähriges Mädchen sowie zwei 14 und 15 Jahre alte Brüder zusammen mit den Eltern. Zuvor waren im Bezirk Mitte am Mittwoch ein vierjähriges Mädchen und ein sechs Jahre alter Junge aus einer verdreckten Zweizimmerwohnung geholt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Erst vor wenigen Tagen waren sechs Kinder und Jugendliche sowie eine 18-Jährige in einer verschmutzten Wohnung in Marzahn gefunden worden.

Von einer Zunahme von Kindesverwahrlosungen in der Hauptstadt kann nach Angaben der Polizei allerdings nicht gesprochen werden. «Es werden nicht mehr Kinder als bisher vernachlässigt», sagte ein Sprecher der Polizei. «Es werden einfach mehr Fälle aufgedeckt, weil Nachbarn, Lehrer und Ärzte genauer hingucken und die Polizei oder das Jugendamt eher informieren.» Im Jahr 2005 wurden in Berlin 313 Vernachlässigungen und 472 Misshandlungen von Kindern bekannt. Der Kinderschutzbund schätzt die Dunkelziffer deutlich höher.

In dem jüngsten Fall von Kindesvernachlässigung lebten in der Spandauer Wohnung die 34 Jahre alte Mutter, der 39-jährige Vater sowie vier minderjährige Kinder zusammen mit drei Katzen und einem Hund. Im Schlafzimmer fanden die Beamten einen Eimer mit Erbrochenem und in der Mikrowelle einen Teller «mit undefinierbaren ehemaligen Speisen, die von einer dicken Schimmelschicht überzogen waren». Die beiden kleinen Mädchen kamen in die Obhut des Jugendamtes. Was mit den älteren Söhnen geschehen soll, wollte das Jugendamt noch am Donnerstag entscheiden.

In dem Fall von Kindesverwahrlosung in Berlin-Mitte stapelte sich laut Polizei der Müll in der Küche, die Schlafstellen waren dreckig und überall standen überquellende Aschenbecher und schmutziges Geschirr. In der Badewanne lagen getragene Kleidungsstücke. Außerdem waren mehrere Flaschen Alkohol offen und für die Kinder erreichbar. Die beiden Geschwister kamen ebenfalls in die Obhut des Jugendamtes. Gegen die 31 Jahre alte Mutter wird wegen Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht ermittelt.

Wenn Kinder in Jugendliche in die Obhut des Jugendamtes kommen, werden sie meist zu Pflegeeltern, in ein Heim oder in eine Einrichtung des betreuten Wohnens gebracht. «Das geht blitzschnell», sagte der Direktor des Jugendamtes Spandau, Gerd Mager. Nach spätestens einem Tag müsse dann ein Familiengericht eingeschaltet werden.
DaRk AnGeL
Pressemitteilung vom 02.01.2007
Psychische Erkrankungen nehmen als einzige Krankheitsart zu – stationäre Behandlungen wegen psychischer Störungen in 20 Jahren mehr als verdoppelt
Nach wie vor weisen die Beschäftigten wenig Krankentage auf: Im gesamten Jahr 2005 fehlten sie lediglich 12,6 Tage, das ist knapp ein halber Tag weniger als noch im Vorjahr (2004: 13 Kalendertage). Damit wurden im Jahr 2005 die niedrigsten krankheitsbedingten Fehlzeiten seit 30 Jahren erreicht. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2006 sind die Krankentage der beschäftigten BKK Versicherten zwar leicht gestiegen, aber immer noch auf extrem niedrigem Niveau. Laut Erhebungen des BKK Bundesverbandes fehlten in diesem Jahr die Beschäftigten von Januar bis Oktober durchschnittlich 10,6 Kalendertage. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 10,3 Tage (Januar bis Oktober 2004: 10,7 Tage).

Der BKK Bundesverband erfasst und analysiert die gesundheitlichen Befunde jedes vierten Beschäftigten in Deutschland in anonymisierter Form. Im Jahr 2005 waren dies 6,69 Millionen Sozialversicherungspflichtige. Damit bietet diese Analyse ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens der Erwerbsbevölkerung.

Krankheitsarten: Nur psychische Erkrankungen nehmen zu
Der Krankenstand hat sich über alle Krankheitsarten gesehen seit Beginn der Neunzigerjahre fast halbiert (Rückgang um 47 Prozent). Bei Herz- und Kreislauf-Diagnosen sind die Krankentage besonders stark zurückgegangen, von 1991 bis 2005 haben sich die Fehltage um zwei Drittel reduziert. Bei Muskel- und Skeletterkrankungen gingen die Arbeitsunfähigkeitstage in diesem Zeitraum um 56 Prozent zurück .

Einzige Ausnahme mit deutlich mehr Krankheitstagen bilden die psychischen Störungen, bei denen die Krankheitstage seit 1991 um 33 Prozent zugenommen haben. Psychische Erkrankungen sind inzwischen die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit.


In 20 Jahren mehr als verdoppelt: Krankenhausbehandlungen wegen psychischer Störungen
Seit 1976, dem ersten Jahr der BKK Krankheitsartenstatistik, wird aber nicht nur ein kontinuierliches Ansteigen von Arbeitsunfähigkeitszeiten wegen psychischer Erkrankungen beobachtet. Dieser zunehmende Trend spiegelt sich auch im stationären Bereich wider: In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der wegen psychischer Krankheiten Behandelten insgesamt um das Zweieinhalbfache gestiegen (1986: 3,8 Krankenhausfälle je 1.000 Versicherte gegenüber 9,3 Fällen im Jahr 2005). Die Häufigkeit stationärer Behandlungen hat über alle Altersgruppen hinweg deutlich zugenommen, für Männer noch stärker als für Frauen.

Männer meist Suchtprobleme, Frauen häufiger Depressionen
Das Spektrum der psychischen Diagnosen bei Krankenhauseinweisungen variiert zwischen den Geschlechtern: Fast die Hälfte aller Männer wurden wegen psychischer Störungen durch Alkohol stationär behandelt. Bei den Frauen überwogen die affektiven Störungen, zu denen Depressionen gehören (27 Prozent der stationären Fälle), gefolgt von neurotischen und Belastungsstörungen (21 Prozent der Fälle). Sowohl bei Männern als auch bei Frauen nimmt die Zahl der wegen affektiver Störungen stationär Behandelten mit dem Alter zu.
Ultor
Hab nen wie ich finde sehr interessanten Artikel über die Gefahr von Suizidforen gefunden, der so einige plakative Vorurteile aus dem Weg räumt.

Artikel ist schon etwas älter, vielleicht deswegen schon manchen bekannt, aber naja...:

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/ao.asp?id=44394

Bestätigt zum größten Teil das, was viele hier eh schon wussten smile
Anima
Selbstmord.com im TV:
So. 18. Februar 2007 RTL 22.25 SPIEGEL TV Magazin

Quelle: http://kein.selbstmord.com

Pillenprozess: Geld und das Gefühl, gebraucht zu werden

Warum verkaufte K.S. aus Wuppertal per Internet verschreibungspflichtige Medikamente an Lebensmüde?
Ein Gutachten gibt mögliche Antworten.

Wuppertal. Wer jung und kontaktfreudig ist ist und gerade einen spitzenmäßigen Schulabschluss gemacht hat, dem steht eigentlich die Welt offen. Das gilt nicht für den 23 Jahre alten K.S. aus Wuppertal. Seit Mai 2006 sitzt der junge Mann, der vor rund drei Jahren am CFG sein Einser-Abi baute, in U-Haft. Seit dem 15. Dezember muss er sich vor dem Landgericht verantworten. Gleich zu Beginn gestand er dort, per Internet verschreibungspflichtige Medikamente an Lebensmüde verkauft zu haben. Sechs Menschen starben. Was trieb K.S. dazu?

Er sagt, der von ihm selbst verhinderte Suizidversuch einer Freundin habe ihn in die Parallelwelt der Selbstmord-Foren im Internet geführt. Die Anklageschrift lässt eher geschäftliches Kalkül vermuten: Laut Staatsanwaltschaft verkaufte K.S. zwischen November 2004 und Mai 2005 für rund 7000 Euro mehr als 1500 Tabletten an seine Kunden.

Von Claqeuren umgeben

Gestern nun zog ein psychiatrischer Gutachter Bilanz über den Angeklagten. Fazit des Mediziners: K.S. tätigte seine Internet-Geschäfte nicht ausschließlich, um Geld zu verdienen. Es sei ihm auch darum gegangen, das Gefühl zu erleben, gebraucht zu werden. Minutiös listete der Gutachter gestern vor Gericht seine Indizienkette dafür auf.

Demnach habe sich der Event-Manager sowohl auf seinen Partys in Wuppertal und Düsseldorf als auch in jenen morbiden Suizid-Foren mit oberflächlichen Freunden, eher noch Claqeure, umgeben. In der Glitzerwelt seiner Feten habe er Freundschaften zu jungen Leuten gepflegt, die zu ihm aufblickten, seinen Rat suchten und schätzten, ihm unentgeltlich halfen. Seine Internet-Kontakte zu Lebensmüden waren nach Meinung des Gutachters ähnlich motiviert: Auch dort stand K.S. im Mittelpunkt, galt als Experte in Sachen Selbstmord.

Deshalb habe er seinen späteren Pillen-Kunden unter anderem vorgelogen, Apotheker, Mediziner oder gar selbst suizidgefährdet zu sein. Laut Gutachten brachte ihm das eben nicht nur Geld sondern auch eine gewisse oberflächliche Reputation ein.

Fußball, Feten und Mädchen

Von etwaigen depressiven Tendenzen beim Angeklagten könne keine Rede sein: „Er war kein Depressiver unter Gleichen.“ Der Gutachter verwies unter anderem darauf, dass der Event-Manager abseits seiner Internet-Geschäfte ein weltoffenes Leben mit Fußball, Feten, Mädchen und Cabrio lebte. Auf seine anders gelagerten Kunden im Internet habe er sich umsichtig und vorsichtig eingestellt, sie mit „ungutem Halbwissen“ versorgt und seine Spuren verwischt.

K.S. selbst nahm gestern die Ausführungen regungslos hin. Seit seinem Geständnis hat er sich nicht mehr zu den Vorwürfen geäußert.
20.01.2007
Von Andreas Spiegelhauer
ingoha
Hallo zusammen,

heute hab ich per Zufall einen recht interessanten Artikel zum Thema "schwere Depression" und "Selbstmordgedanken" auf Stern.de gefunden.

Der Beitrag handelt von einem Menschen, der schwer erkrankt war, geheilt wurde, und dann in eine Depression gefallen ist. Dies aber nicht wahrhaben wollte, und auch nicht an Heilung glaubte, sich fast selbst aufgegeben hatte, und fast seine Familie, seinen Job, einfach alles verloren hätte... wäre er nicht am Ende doch zum Facharzt gegangen.

Der Artikel trägt den Titel "Zum Irrenarzt? Niemals!" -- und beschreibt wahrscheinlich sehr eindrucksvoll, wie sich ein von Depressionen Betroffener Mensch oft fühlt. Ich hab mich jedenfalls zT sehr gut in der Beschreibung wiedergefunden.. gerade was Gefühle betrifft, und den Glauben an die Zukunft, Träume usw. (!).

Wer Lust hat 6 Seiten Text zu lesen (hört sich nach mehr an als es ist), der sollte den Artikel beim Stern mal lesen.

Link: -EXTERN- STERN/Erfahrungsbericht: "Zum Irrenarzt? Niemals!"

Gehört zu dem Spezial "Glück" - LINK: -EXTERN- Stern: Thema GLÜCK

So.. und jetzt viel Spaß beim lesen!

PS: Die Linksammlung auf Seite 6 des Artikels ist auch recht interessant. *fand* ich jedenfalls.
bloodstained
DNP – Der Neurologe & Psychiater, 21.06.2007
Zitat:
Achtung, Patient liest mit!

Stellen Sie sich in der Dokumentation darauf ein: Künftig werden alle Formen der psychiatrischen Krankenakten von den Patienten eingesehen werden dürfen!

Bislang hat der Bundesgerichtshof (BGH) das Einsichtsrecht der Patienten in psychiatrische Krankenakten auf objektive Befunde beschränkt und einen therapeutischen Vorbehalt anerkannt. Bereits im August 2006 meldete das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) verfassungsrechtliche Zweifel an diesen Einschränkungen an. Künftig ist bei der psychiatrischen Dokumentation davon auszugehen, dass Patienten auch Einsicht in die subjektiven Teile der Krankenakte erhalten. Bislang hat der BGH diese Grenze dort gezogen, wo sich Aufzeichnungen nicht auf objektive Befunde, sondern auf subjektive Wertungen und Einschätzungen des Arztes bezogen haben. Ein therapeutischer Vorbehalt, der ein Einsichtsrecht dort verneint, wo therapeutische Bedenken gegen eine Offenlegung der Befunde bestehen, wurde anerkannt. Vor dem Hintergrund eines aktuellen Falles durch einen gemäß §63 Strafgesetzbuch in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebrachten Patienten stellt das BVerfG in seinem Beschluss das Recht auf uneingeschränkte Akteneinsicht fest.

In seiner Begründung bekräftigt das BVerfG, dass das Einsichtsrecht des Patienten in die ihn betreffende Krankenakte unmittelbar im menschlichen Selbstbestimmungsrecht wurzelt und daher grundrechtlich geschützt ist. Im Gegensatz zum BGH, der bei psychiatrischen Befunden bisher regelmäßig erhebliche Probleme bei der Offenlegung anerkannt hat, betont das BVerfG ein gesteigertes schützenswertes Interesse des Patienten an solchen Befunden. Das BVerfG hat zudem deutliche Zweifel daran erkennen lassen, ob die Beschränkung des Einsichtsrechtes auf sog. objektive Befunde und die Anerkennung des therapeutischen Vorbehaltes noch verfassungskonform sind. Das Informationsinteresse des Patienten könne sogar die Persönlichkeitsrechte des Therapeuten überwiegen. Als Konsequenz für die Praxis werden sowohl die Beschränkung des Einsichtsrechtes auf objektive Befunde, als auch der therapeutische Vorbehalt des Arztes in der bisherigen Form nicht fortbestehen. Für die ärztliche Dokumentation bedeutet dies, dass alle patientenbezogenen Aufzeichnungen dem Patienten grundsätzlich zugänglich sein werden. Dies gilt auch für subjektive Wertungen, Arbeitshypothesen oder Notizen zur Gegenübertragung in psychotherapeutischen Sitzungen. Die vielfach praktizierte duale Gestaltung der Krankenunterlagen, also die Trennung in einen subjektiven und einen objektiven Teil der Krankenakte, wird ihre beabsichtigte Wirkung zukünftig verfehlen.

Autor: Prof. Dr. G. Hajak, Regensburg

DNP – Der Neurologe & Psychiater Ausgabe 6/07


Find ich gut. smile
Anima
Ich habe hier mal nen Video Link erhalten und setzte ihn nun mal hier her....ggf werde ich ihn noch mal verschieben...gute Ideen nehme ich gerne an.

Sie haben das Recht zu schweigen
Anima
Ein Jugendprävention Team....das neue Zauberwort unsere Polizei um die schützenden Gesetze für unsere Jugendlichen mit Hilfe solcher Teams Nachdruck zu verleihen.

Gerade erst gesehen in einem Bericht von Spiegel TV und demnächst wohl irgendwo nachzulesen...bis dahin erst einmal hier.

Na klar, die Jugendlichen dürfen sich kein Alkohol hinter den Kiemen schaufeln, Sie dürfen auch nicht mehr Rauchen....und weiß Gott was noch so alles kommt.

Den Aussagen eines Beamten zufolge, liegt der Grund der Gewaltbereitschaft nur an dem Alkohol.

Nur an dem Alkohol....?

Als hätten wir das noch nie gewusst, dieses Teufelszeug der jeden um den Verstand bring.
Einen Mädel das gerade mal mit1.1 Promille auf dem Oktober Fest erwischt wurde, sagt man, du seihst stark gefährdet.

Ich frage mich gerade, ob man dem Beamten in seiner versoffenen Jugend, das auch so erzählt hat. Sicher, vielleicht war Sie ja nicht so versoffen, in einer Zeit wo jeder Give Peace dem anderen gegenüber sagte...ja ja

Ganz ehrlich es sind unsere Medien, die uns was erzählen wollen, das es ohne hin schon lange gab nur um uns zu beruhigen die sich schon lange fragen, wozu diese Gesetze, wenn das Gesetz falsch angesetzt wird.

Es sind nicht die Jugendlichen oder die Zigaretten, erst recht nicht der Alkohol.
Es ist unsere Gesellschaft in der wir Leben, die gleichzeitig dafür verantwortlich ist, wenn Sie eines Tages nur noch mit Gewalt regieren kann weil ihre Opfer nur noch über Gewalt sich mitzuteilen versteht.

Normen und Werte vermitteln, das Familien Leben erleben und vieles mehr, findet heute nicht mehr statt. Es fand auch zu meiner Zeit nicht statt und genau da liegen die Probleme, die Kinder von damals sind heute Erwachsene, mit ebenfalls Kindern die umso mehr ihre Eltern benötigen und ihre Aufmerksamkeit, doch umso weniger erhalten als wie wir eins bekamen.

Ich lebte noch in einer Zeit, mit vielen Geboten statt Verboten und erkenne zu meinem Bedauern, das es heute umgekehrt ist.
Zu meiner Zeit konnten die Eltern, auch wenn Sie Sozial Hilfe bezogen, ihren Kindern die Teilnahme an einem Sport Verein bezahlen.

Heute sind viele Eltern darauf angewiesen ihren Kindern das Mittag Essen bei der Tafel zu Servieren.

Ihr die Jugend, werdet eines Tages Erwachsen sein und dann ?

Anima
ShinDhara
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/11/18/koeln-amoklauf/schule-weide
n-polizei-razzia,geo=2994512.html



Habe gerade Nachrichten auf geschaut dann kam die Meldung rein : Amoklauf in Köln verhindert" . Ein 17 Jähriger wollte Amoklaufen.



Quelle Bild :
Köln: Polizei verhindert Schul-Massaker
Schüler (17) hatte Waffen und Sprengstoff in seiner Wohnung
Schreckensnachricht aus Köln: Schüler Rolf B. (17) plante ein Massaker. Die Polizei stürmte seine Wohnung, entdeckte Waffen und Sprengstoff. Der Gymnasiast warf sich vor eine Straßenbahn. Er ist tot.

Die Fahnder hatten umfangreich ermittelt. Nach Informationen des Senders n-tv geht es um das Georg-Büchner-Gymnasium im Stadtteil Weiden.

Offenbar hatte der Schüler vor Freunden mit seinem Horror-Plan geprahlt – und die gingen zur Polizei, wie der Kölner „Express“ berichtet.

Dem Bericht zufolge entdeckten die Polizisten Waffen und Sprengstoff in der Wohnung des Jungen.

Der Schüler hatte offenbar zeitig von der Razzia Wind bekommen und war geflüchtet. Er sprang vor eine Bahn der Linie 1, starb kurz darauf im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

Die Polizei will später in einer Pressekonferenz weitere Details bekannt geben.

Mehr wird noch freigegeben von der polizei
Anima
Es ist schon Tage her als ich das im Tv mitverfolgte. Je mehr ich darüber nachdenke um so mehr komme ich zu dem Entschluss, das dies bestimmt kein Einzelfall ist.


Tod eines Teenagers
Megan war 13 und über beide Ohren in eine Internet-Bekanntschaft verliebt. Als ihr virtueller Freund sie plötzlich verschmähte, erhängte sich das Mädchen. Doch der virtuelle Freund war in Wahrheit eine ehemalige Freundin, die sich rächen wollte. Jetzt stehen die Täter selbst am Online-Pranger.......

Mehr dazu findet ihr durch klicken auf dem nachfolgenden Link:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,518042,00.html

Anima
Anima
Lustiger kann es da schon nicht mehr werden.
Spötter behaupten , das hier unser Minister Schäubel seine Finger Persönlich im Spiel hatte...

Virus auf Aldi-Notebooks
Medion bietet Software zum Löschen des Bootsektor-Virus
In der vergangenen Woche hat Aldi das Medion-Notebook MD 96290 in seinen Filialen angeboten. Wie Medion bestätigt, kann sich auf dem Notebook ein Virus befinden. Dieser Bootsektor-Virus soll aber keinen Schaden anrichten und sich ohne Aufwand wieder entfernen lassen.

Mehr dazu findet ihr hier...
Hopeless
Mal was ganz anderes, was überhaupt nix zur Sache tut, aber sich dennoch um online-news handelt: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,521851,00.html

Ich hab mich so weggeschmissen als ich das gelesen habe lach
Anima
In Heppenheim hat ein Sondereinsatzkommando einen 66-jährigen Mann erschossen. Laut Polizeiaussagen soll es sich um Notwehr gehandelt haben. Bereits am Nachmittag hatte sich der Mann, der nach Angaben seiner Angehörigen psychisch krank war, in seiner Küche verbarrikadiert und mit einem Blutbad gedroht. Als das Sondereinsatzkommando sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschaffte, wurden die Beamten laut eigener Aussage mit Messern bedroht.

Drama um einen depressiven Mann im südhessischen Heppenheim: Nachdem sich der 66-Jährige stundenlang in seiner Wohnung verbarrikadiert hatte, wurde er am späten Heiligabend von Beamten eines Sondereinsatzkommandos erschossen.

Dabei habe es sich um Notwehr gehandelt, betonte die Polizei in Darmstadt am Dienstag. Der Mann habe die Polizisten mit Messern bedroht.

Angehörige alarmierten die Polizei

Am Montagnachmittag hatten Angehörige die Polizei alarmiert, ihr Verwandter sei hilflos. Der 66-Jährige galt als depressiv und war schon mehrfach in psychiatrischer Behandlung. Als die Beamten eintrafen, reagierte der Mann nicht.

Mehr dazu findet ihr auf kwick.de
Erzengel
70-Jährige mit 4,46 Promille im Auto unterwegs

Mit 4,46 Promille Alkohol im Blut ist eine 70 Jahre alte Frau im hessischen Herborn Auto gefahren. Die Seniorin war mit ihrer Schlangenlinien-Fahrt am frühen Morgen einer Streife aufgefallen, teilte die Polizei in Dillenburg mit. Erst fuhr sie mit ihrem Wagen über einen Bürgersteig, dann mehrere Meter auf der Gegenfahrbahn bis sie schließlich an einer Tankstelle gegen einen Pfosten knallte. Ein Alkoholtest ergab 4,46 Promille. Ihren Führerschein musste die 70-Jährige sofort abgeben.
DeadlySilence
Familientragödie | Psychisch kranke Mutter in Beratzhausen tötete Söhne aus Angst – neuer Fall in Sachsen

Hintergrund des Familiendramas mit zwei getöteten Kindern im oberpfälzischen Beratzhausen ist nach ersten Ermittlungen eine psychische Erkrankung der Mutter. Der Leitende Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel sagte am Donnerstag in Regensburg, die Frau habe sich seit längerem in ambulanter psychiatrischer Behandlung befunden. Bei ihrer Vernehmung habe sie als Motiv für die Tat ihre Angst angegeben, sie könnte wegen ihrer Erkrankung in eine Klinik eingewiesen werden und die Kinder müssten dann beim Vater bleiben. Zudem habe sie befürchtet, die Kinder könnten ebenfalls erkranken. „Dieses Schicksal wollte sie ihnen ersparen“, sagte er.

Regensburg – Ihre Söhne zu töten, hatte die Frau laut Ruckdäschel bereits seit mehreren Wochen geplant: „Sie meinte, ihren Kindern Gutes zu tun.“ Ursprünglich habe sie erwogen, mit den Buben als Geisterfahrerin in den Gegenverkehr zu rasen. Nach außen hin sei für niemanden erkennbar gewesen, dass den Kindern Gefahr drohe. „Es ist niemandem ein Vorwurf zu machen“, sagte der Oberstaatsanwalt. Die Frau hatte – wie berichtet – ihre beiden Söhne am Dienstagmorgen in ihrer Wohnung getötet. Den drei Jahre alten Buben erstickte sie den Angaben zufolge mit einem Kissen. Da sich der Zweijährige wehrte, erdrosselte sie ihn.

Gutachten sollen nun klären, ob die Frau als schuldfähig einzustufen ist. Die Tatverdächt-
ge wurde am Donnerstag von einer Gerichtspsychiaterin untersucht. Am Vormittag hatte die 37-Jährige in der Justizvollzugsanstalt Regensburg versucht, sich selbst mit einer Schlafanzughose zu erdrosseln.

Im sächsischen Kirchberg bei Zwickau ist ein zweijähriger Junge vermutlich verhungert und verdurstet. Die 23 Jahre alte Mutter wurde am Donnerstag festgenommen, teilte die Polizei mit. Der Junge war laut Obduktion stark untergewichtig und erheblich dehydriert. Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung waren laut Polizei nicht zu erkennen. Der Frau wird vorgeworfen, am Tod ihres zweijährigen Kindes schuld zu sein. Die Mordkommission ermittelt. Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat zu Weihnachten ein 24 Jahre alter Mann im niederbayerischen Eichendorf versucht, das 15 Monate alte Kind seiner Lebensgefährtin mit Fußtritten zu töten. Nach Polizeiangaben habe der Mann das Kind gegen die Wand geschleudert, gebissen und darauf eingetreten. Die Mutter konnte in letzter Sekunde Schlimmeres verhindern und das Kind in Sicherheit bringen. Gegen den Mann war wegen Gewalttätigkeiten gegen ein weiteres Kind seiner Partnerin bereits ermittelt worden. Hintergrund der Tat soll Alkoholmissbrauch sein. ddp


Quelle
Anima
Kinderfreundliches Deutschland.....ein Wunsch Gedanke ?
Betrachtet man das letzte Jahr, wo Schlagzeilen die Runde machten wie „ Mutter bringt ihrer Kinder um“ dann könnte man Glauben, das wir das Problem erst seit kurzen haben und wir das Problem durch ein paar Gesetzes Änderungen wieder in den Griff bekommen.

Man könnte es Glauben, man möchte, das wir das Glauben.

Doch die Wahrheit sieht meist ganz anders aus. Diese Probleme hatten wir schon seit längerer Zeit, die hatten wir, da war ich noch 6 Jahre alt und das liegt 30 Jahre zurück.

In Zeiten wie diese, wo der Staat gerne die Verantwortung abgibt, in Zeiten wie diese, wo der Jugendschutz in dem Glauben lebt, durch Verbote, schützen wir die Jugendlichen, ist es dann auch nicht sehr sonderbar, wenn man den nachfolgenden Beitrag liesst.

Laut einer Statistik aus dem Jahr 2004/5, lebten damals 320 Kinder und Jugendliche in der Abschiebe Haft die bis zu 18 Monaten andauern kann. Allein schon das Kinder, die bei uns Asyl suchten, in der Abschiebe Haft kamen, verdeutlicht einmal mehr was wir DEUTSCHLAND über Kinder denken.

Damit aber nicht genug, bedingt dadurch entstehen natürlich auch Kosten die dem Verursacher also dem Kind zu last gelegt werden. Hierbei handelt es sich immerhin um einen Tagessatz in Höhe von 65,99 Euro die jeder Abgeschobene ganz gleich ob Kind oder Erwachsener dem Staate schuldet. Wie jedem bekannt, sind unsere Behörden nicht immer die schnellsten und so kann es durch aus vorkommen, das ein abgeschobenes Kind oder Jugendlicher bei max 18 Monaten Abschiebe Haft dem Staate 35000 Euro schuldig wird.

Wenn diese dann mal als Erwachsene nach Deutschland einwandern möchten, dann ist das nur möglich, wenn zuvor die entstandenen Kosten die Sie als Kind verursachten, beglichen werden.

Wo ist hier der Jugend Schutz?

Den vollständigen Bericht finden Sie nachfolgend:
http://www.geblieben.net/aktuelles/2007/07_10_07b.html

Grüßle
Anima
Einauge
Die nachfolgende Meldng stammt von der Website der bayerischen Polizei:

Zitat:
30.11.2007, Landeskriminalamt BayernBauanleitungen für Sprengstoff im InternetIn den letzten Jahren mehren sich Unfälle und Straftaten im Bereich der Sprengstoffkriminalität, bei denen die Rezepturen zur Herstellung des Explosivstoffes immer häufiger dem Internet entnommen werden.
Oft handelt es sich dabei um Bastler, die die Gefahren ihrer „Eigenlaborate“ nicht richtig einschätzen können!
Diese können bereits auf geringen Druck reagieren und auch schon in kleinen Mengen erhebliche Verletzungen und beträchtlichen Sachschaden verursachen.
So zerstörte z.B. eine geringe Menge eines selbst hergestellten Sprengstoffes ein Einfamilienhaus im schwäbischen Genderkingen. Ein 34-Jähriger hatte im Heizungskeller mit dem hochempfindlichen Pulver hantiert, er kam dabei ums Leben. Durch die Wucht der Explosion hob sich der Dachstuhl und die Außenwände des Hauses bekamen Risse!
Das Einstellen dieser Anleitungen ins Internet stellt für sich alleine keine Straftat dar und kann durch die Sicherheitsbehörden nicht verboten oder unterbunden werden. Ebenso wenig kann aber darauf vertraut werden, dass die im Internet geschilderten Verfahren zur Herstellung der entsprechenden Stoffe nicht fehlerhaft sind und deshalb für sich alleine schon eine Gefahr für den „Bastler“ darstellen.
Jedoch gilt es zu beachten, dass schon das Herstellen von explosionsgefährlichen Stoffen ohne die erforderlichen Erlaubnisse bereits eine Straftat ist!
Wird dieses Eigenlaborat dann auch noch zur Explosion gebracht und dabei evtl. Menschen oder Sachen gefährdet, kann dies ein Verbrechen nach dem Strafgesetzbuch darstellen, dass mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet werden kann.
Doch neben der Gefahr für Leib und Leben und der strafrechtlichen Komponente gilt es auch noch eventuelle Kosten und Schadensersatzforderungen zu beachten, die auf den Verursacher zukommen können. So forderte z.B. bei einem Einsatz in Bayern die Feuerwehr ca. 3000.-- € von den Eltern eines Jugendlichen, der Sprengstoff hergestellt hatte.
Doch genauso gefährlich kann das Hantieren mit Feuerwerkskörpern sein. So kam es im November in Niederbayern zu einer Explosion, als zwei Jugendliche Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern in eine Rohrbombe umfüllten. Einer der Jugendlichen erlitt schwere Bauchverletzungen, der andere verlor mehrere Finger einer Hand. Dies ist nur ein Beispiel für die Gefährlichkeit von Explosivstoffen.

Das Bayerische Landeskriminalamt rät: Hände weg von Basteleien mit oder Herstellen von Sprengstoff!
In unserem Zusammenhang besteht die Gefahr zu überleben, als Krüppel sein Dasein fristen zu müssen und auch noch eine erhebliche Strafe zu bekommen.
drowningpool
Fand ich persönlich einerseits sehr bedrückend, andererseits zeigt es einem wie still und friedlich alles von Statten gehen kann, wenn man bereit dafür ist.

Zitat:

Der Mann, der sein Sterben im Tagebuch dokumentierte

Von Julia Jüttner

Er verlor seinen Job, seine Familie und den Lebenswillen: Ein 58-Jähriger hat sich auf einem Hochsitz nahe Uslar zu Tode gehungert. Sein qualvolles Sterben dokumentierte er in einem Tagebuch. Die Bewohner der Kleinstadt zeigen Verständnis für den Mann.
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Northeim - Hans-Peter Z.'s Brille baumelt verloren zwischen kahlen Zweigen eines Strauches. Daneben liegen die schmuddelige Schaumstoffmatratze, die in seinen letzten Lebensstunden sein Zuhause war, und ein Paar dicke Fäustlinge, die er irgendwann ausgezogen hat, als er schon gar kein Kälteempfinden mehr gehabt haben dürfte. "Das Zeug will ja keiner haben. Wir werden das noch heute entsorgen", sagt Sigrun Teske SPIEGEL ONLINE. Ihr Mann Rudi, ein Jäger, hatte den Toten in dem Hochsitz entdeckt, als er mit einem Kollegen die marode Treppe reparieren wollte.


Die Leiche des 58-Jährigen sei bereits mumifiziert und trocken gewesen. Er habe unter einer alten Steppdecke gelegen, auf dem Rücken, die Arme hinter dem Kopf verschränkt. "Er trug eine Jacke, lange Unterhosen, gute Schuhe. Er war ordentlich angezogen", erinnert sich ein Augenzeuge. Neben ihm lag ein kleines dunkelblaues Tagebuch, in dem er mit ordentlicher Schrift sein Sterben dokumentiert hatte. "Er beschreibt, wie sein Körper von Tag zu Tag zerfällt", sagt Sigrun Teske. Wie ihm die Galle hochkommt, wie ekelhaft und unangenehm sich das anfühlt. "Das ist zwar sehr traurig, aber der Schock legt sich beim Lesen des Tagebuchs, weil man spürt, dass er diesen Weg freiwillig gewählt hat. Er wollte nicht gefunden werden."

Nach Informationen der "Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen" (HNA) hatte der Mann zuletzt in Hannover gelebt und arbeitete viele Jahre im Außendienst, weshalb er sich wohl gut in der Uslarer Gegend auskannte. Nach gescheiterter Ehe habe er seine Arbeit und den Kontakt zu seiner Tochter verloren. Ab Oktober vergangenen Jahres habe er kein Arbeitslosengeld mehr bekommen, berichtet die HNA. Daraufhin habe er seinen Entschluss gefasst, sich aufs Fahrrad gesetzt und 100 Kilometer von Hannover entfernt hier einen Platz zum Sterben gesucht.

Er fand ihn in dem aufwendig gebauten, 15 Jahre alten Hochsitz am Rande eines Waldstücks zwischen dem Stehberg und dem Dingberg oberhalb des Uslarer Ortsteils Schlarpe. Hier konnte er unentdeckt die letzten Tage seines Lebens verbringen, "weil der Hochsitz morsche Stellen hat, und die Jäger entschieden haben, ihn erst im Frühjahr auszubessern", sagt Sigrun Teske. Der Boden war ausgelegt mit einem hellen, wärmenden Teppichboden. Decken, Kopfkissen und eine durchgelegene Matratze lagen parat. "Wir haben hier schon viele Nächte verbracht", sagt Hubert Hennecke SPIEGEL ONLINE. Der 51-Jährige geht regelmäßig auf Wildschweinjagd. Oft war er in diesem Winter mit seinem Sohn in der Nähe des Hochsitzes, immer wieder quengelte der Dreijährige, die marode Treppe hinaufklettern zu dürfen. "Hätten wir geahnt, dass sich da oben einer versteckt, der keinen Ausweg mehr weiß?"

Der Hannoveraner hatte sich vor der Entdeckung Henneckes und dessen Sohn gefürchtet. In seinem Tagebuch schreibt er, dass "ein freundlicher, besorgter Vater sein Kind jedoch davon abhalten konnte". Er habe "intelligent und wohl formuliert geschrieben", berichten die Ermittler und Zeugen, die einen Blick in das zwei Zentimeter dicke Büchlein werfen konnten. "Zuerst dachten wir, der sei schwer krank gewesen und wollte einfach nur nicht ins Krankenhaus oder ins Heim", sagt Sigrun Teske. "Keiner glaubt ja, dass ein Mensch so verzweifelt und so einsam ist, dass er sich diesen Weg zum Sterben wählt."

In dem DinA5-Buch mit dunkelblauem Plastikeinband hat der Sterbende die letzten 24 Tage seines Lebens aufgezeichnet. Tage ohne Essen, nur mit ein bisschen Wasser, das er in einem selbst mitgebrachten dunkelblauen Plastikkanister aufsammelte. Die Eintragungen enden am 13. Dezember vergangenen Jahres. "Das ist Teil seines Nachlasses", sagte ein Sprecher der Polizei in Northeim SPIEGEL ONLINE. In einer Art Letztem Willen habe der Mann verlangt, dass das Heft nach seinem Tod seiner Tochter übergeben wird. "Was sie damit macht, bleibt ihr überlassen."

Nach ersten Informationen soll die junge Frau der Polizei gegenüber geäußert haben, dass sie keinen Wert darauf lege, den Leichnam ihres Vaters zu bestatten oder das Buch in Empfang zu nehmen. "Es ist ein wichtiges Dokument", sagen die, die es kurz in Händen hielten. "Aber es macht natürlich auch ein schlechtes Gewissen. Der Tochter - aber auch unserer Gesellschaft."


Quelle: spiegel.online.de