nähe und distanz

Liliza
ich weiß gerade nicht weiter. ich bin jetzt seit fast einem jahr mit meinem freund zusammen. eigentlich ist er alles, was ich jeh wollte. so sieht die theorie zumindest aus. in der praxis jedoch... wenn wir uns sehen bin ich schnell von ihm genervt, fühle mich eingeengt und habe das bedürfnis nach freiraum und ruhe.
wenn ich dann aber wieder alleine bin vermisse ich ihn sofort.
egal in welcher situation, ob alleiune oder in seiner nähe, ich habe immer das bedürfnis nach dem, was ich gerade NICHT habe.
ich hab das gefühl absolut bekloppt zu fühlen. ich weiß einfaxch nicht mehr weiter traurig
momo1981
Hallo Liliza,

was du beschreibst, kenne ich sehr gut. Bei mir ging das mal ganze fünf Jahre am Stück so, es war ein ständiges Auf und Ab. Ich wollte Nähe, wenn er weit weg war und wollte Freiraum, wenn er da war.
Das wirkte sich dann so auf die Beziehung aus, dass wir ein ständiges Hin und Her zwischen Traumpaar und kurz-vor-der-Trennung-sein hatten, denn er kam mit meinen "Launen" diesbezüglich nicht zurecht.

Das muss aber nicht bei jedem Partner so sein, war es jedenfalls bei mir nicht.

Wie du einen guten Mittelweg finden kannst, weiß ich leider nicht. Bei mir hat am Ende nur die Trennung geholfen, aber das muss ja nicht unbedingt deine Lösung sein.

Vielleicht hiflt es, wenn ihr euch seltener seht? Dann überwiegt bei dir vielleicht die Freude und es kommt nicht zu diesem Gefühl des eingeengt seins?

Lg
Momo
Liliza
das hab ich schon versucht. woraufhin wir uns jedesmal gestritten haben, weil ihl unser kontakt jetzt schon zu wenig ist unglücklich
Eis
Ein mir vetrauter Konflikt.
So wie du es beschreibst, ist es mit meiner Freundin ebenfalls.
So war es schon IMMER. Sehne mich so nach ihrer Nähe (Fernbeziehung).
Sehen wir uns dann einmal im Monat, ertrage ich das bestenfalls 1-2 Tage.
Danach fühle ich mich kontrolliert, eingesperrt, bedrängt..
Auch kann ich meine Gefühle ihr gegenüber nicht mehr wahrnehmen.
Alles ist gleichgültig, ich erstarre.
Ist daraufhin wieder weg, zerreiße ich, da ich sie unendlich vermisse
und in ihre schützenden Arme fehlen, die mir Geborgenheit und Liebe schenken.
Das macht mich wahnsinnig. Meine Gefühle springen von einem Extrem zum anderen.
Und ich kann noch so überzeugt sein, dass ich GENAU DAS, was ich zu diesem oder jenem
Zeitpunkt erstrebe, exakt so haben möchte und nur das mir Leichtigkeit
und Frieden schenken wird. Ist dies jedoch eingetroffen,
verfluche ich meinen Wankelmut und will das zurück,
was ich soeben noch hatte und nicht zu schätzen wusste..
Phönix73
@ Eis

Dann solltest du nägel mit köpfen machen ..denn sowas ist die reine selbst zerstörung pur ,auch wenn es einem mehr als nur schwer fällt .Die erfahrung habe ich gemacht und zwar heftig ....man fällt in ein sehr tiefes loch aber immer noch besser als einen ewigen freien fall zu haben wo man dann nach einer weile merkt das man den aufprall emotional nicht übersteht.
lynx163
Hey ihr....
ich kenne das Problem selbst seeehr gut und gerade zur Zeit leide ich wieder sehr drunter unglücklich
Ich weiß einfach nich, wie ich jemals glücklich werden/sein soll und ne normale Beziehung führen soll..
Ich bin einfach nich gut genut dafür, nich fähig, zu lieben...wirklich zu lieben!
Ich ertrage keine Nähe, sobald man sie mir gibt, könnte kotzen, will nur noch weg und mich befreien, atmen können und in Ruhe gelassen werden....ich will ausbrechen, fliehen und mich nich mehr verletzen lassen.
Wenn ich dann allein bin, sehne ich mich nach einem Menschen, der mich mag, so wie ich bin.....und ich bin mir in den Momenten auch immer sicher, dass ich die Nähe WILL, doch sobald ich sie bekomme, wird sie wieder mal zur Last...
Wo soll das nur enden? Das is doch keine Liebe?!
Ich weiß eh net, was ich wirklich fühlen soll...
Na ja, schlaft alle gut! LG
hockman24
Zitat:
Original von Liliza
ich weiß gerade nicht weiter. ich bin jetzt seit fast einem jahr mit meinem freund zusammen. eigentlich ist er alles, was ich jeh wollte. so sieht die theorie zumindest aus. in der praxis jedoch... wenn wir uns sehen bin ich schnell von ihm genervt, fühle mich eingeengt und habe das bedürfnis nach freiraum und ruhe.
wenn ich dann aber wieder alleine bin vermisse ich ihn sofort.
egal in welcher situation, ob alleiune oder in seiner nähe, ich habe immer das bedürfnis nach dem, was ich gerade NICHT habe.
ich hab das gefühl absolut bekloppt zu fühlen. ich weiß einfaxch nicht mehr weiter traurig


Es gibt da einen Stachelschweineffekt wie ich sehe. Je näher Sie sich kommen desto mehr verletzen Sie sich. Dennoch möchten Sie nicht getrennt sein.

Das ist eine verzwickte Sache.
Hasel
Als ich es gelesen habe, musste ich sofort an mich denken.

Ist meiner weg, will ich, das er bei mir ist., Ist er aber da, würde ich ihn am liebsten wieder rausschmeisen.

Was man dagegen machen könnte, würde ich selbst gern wissen verwirrt
AlmostDead
Sehne mich so sehr nach Nähe,
nach jemandem, der mich versteht, mich so annimmt, wie ich bin
und bedingungslos liebt und in die Arme schließt.
Und doch kann ich es in solch einer Situation kaum ertragen,
bekomme ich Beklemmungsängste.
Man möchte immer das, was man nicht hat..
Grenzgängerin
Zitat:
Original von AlmostDead
Sehne mich so sehr nach Nähe,
nach jemandem, der mich versteht, mich so annimmt, wie ich bin
und bedingungslos liebt und in die Arme schließt.
Und doch kann ich es in solch einer Situation kaum ertragen,
bekomme ich Beklemmungsängste.
Man möchte immer das, was man nicht hat..


Das kann ich so ganz gut unterschreiben,
in meinem Falle kommt begünstigend hinzu,
das ich nicht ! mit meinem Partner zusammenwohne
und dies aus genau solchen Gründen auch nich tun würde.
Den Fehler hab ich schon früh gemacht,
und seither is DAS Thema durch .
Elleandra
die eigentliche Frage ist, woher kommt das ? Also was genau führt dazu und welche faktoren spielen mit hinein ?

Liegt es an der Konstellation zweier Menschen oder ist es aber ein rein individuelles Problem ?
Die meisten die hier ihre Erfahrungen darlegten, beschrieben ein beklemmungsgefühl, das Gefühl eingesperrt zu werden...

Vielleicht ist man in diesem Moment einfach ein wenig überfordert ? Sprich man kann, vor allem wenn man psychisch eher instabil ist, diesen Wechsel in dieses Extrem nicht verkraften ? Hat vll. auch Angst vor dieser Nähe oder diesem plötzlichen Glück durch etwaige schlechte Erfahrungen oder ähnliches.

Das eigene Ich geht plötzlich unter, wird überflutet von einer Menge neuer, fremdartiger Emotionen und anfängliche Freude geht in Schock und Fassungslosigkeit über...
lovingRage44
Zitat:
Original von hockman24
Es gibt da einen Stachelschweineffekt wie ich sehe. Je näher Sie sich kommen desto mehr verletzen Sie sich. Dennoch möchten Sie nicht getrennt sein.

Das ist eine verzwickte Sache.


Das hat Hockman gut erkannt.

Wie wäre es wenn du dich von ihm trennst und schaust ob er dich zurückerobern kann? Das könnte ne Menge verändern.
(Zugegeben es ist ein hohes Spiel, aber wenn ihr euch wirklich liebt, findet ihr auch immer wieder zusammen.)
Elleandra
Zitat:
Original von lovingRage44
Wie wäre es wenn du dich von ihm trennst und schaust ob er dich zurückerobern kann?


würde sie ihn damit nicht nur ein weiteres Mal zurückzustoßen und ihn so unnötig verletzen ? Allein schon weil so ein Spiel unfair ist ? ._.
Liliza
Zitat:
Original von lovingRage44
Zitat:
Original von hockman24
Es gibt da einen Stachelschweineffekt wie ich sehe. Je näher Sie sich kommen desto mehr verletzen Sie sich. Dennoch möchten Sie nicht getrennt sein.

Das ist eine verzwickte Sache.


Das hat Hockman gut erkannt.

Wie wäre es wenn du dich von ihm trennst und schaust ob er dich zurückerobern kann? Das könnte ne Menge verändern.
(Zugegeben es ist ein hohes Spiel, aber wenn ihr euch wirklich liebt, findet ihr auch immer wieder zusammen.)


also davon halte ich garnichts. wenn ich mir sicher wäre, daß ER das problem ist... viell. aber ich gehe eher davon aus, daß mit MIR etwas nicht stmmt.

ich denke, es könnte etwa so sein, daß ich einfach nicht in der lage bin in einer beziehung zurückzustecken, meine eigene, extrem dominante, persönlichkeit nicht mehr zu 100% ausleben kann.
eine andere mögliche ursache wäre, daß mein freun, obwohl ich ihn liebe, mir doch nicht geben kann, was ich mir wünsche. und ich unbewusst vor der realität fliehe um mir iese illusion zu bewahren.
MaDmAn
vlt warst du einfach zu lange alleine, und tust dir jetzt sehr schwer dich umzustellen. aber das wäre nicht so tragisch immerhin kann man das ja besprechen,erwähnen oder so. und vorallem daran arbeiten.....

oder du weisst einfach nicht was du willst......das wäre weitaus schlimmer....
Salazar
Zitat:
Original von Grenzgängerin
in meinem Falle kommt begünstigend hinzu,
das ich nicht ! mit meinem Partner zusammenwohne
und dies aus genau solchen Gründen auch nich tun würde.
Den Fehler hab ich schon früh gemacht,
und seither is DAS Thema durch .


Ist ein interessanter Gedanke.
Ob eine Beziehung so vielleicht besser funktioniert? Ich meine, ich weiß es leider nicht, aber ich stelle mir vor, dass hierbei z.B. die häufige Wiedersehensfreude irgendwie liebespushend sein kann.
LiLMiSS
HY!

klingt jetzt vielleicht hart und gemein, aber ist gut gemeint:

geh in therapie!

das hat nichts mit erm zu tun! das ist in dir! DEINE GEFÜHLE die du ZU DIR selbst hast hindern dich am unbeschwerten lieben!

und bitte vergiss die ganzen tollen ratschläge, von wegen stehen lassen, getrennt wohnen...bitte was soll das? das ist doch nur krankes spielen!

ich war jetzt 2,5 jahre in einer beziehung...wir waren getrennt, wir haben zusammen gewohnt, das letzte halbe jahr hatte jeder seine eigene wohnung - das ging alles schief! und das tat es deswegen weil ich meine wahren gefühle nie spüren wollte / konnte. ich hab mir selbst immer gedacht: du willst ihm garnicht, ihr passt nicht zusammen, das nervt, das nervt! und immer wenn er weg war hab ich rotz und wasser geheult und mich selbst erniedrigt um ihm wieder zu bekommen.

letztendlich habe ich ihn verwirrt, verletzt und auch auf diese schiene gedrängt. wir haben uns ne üble schlacht geliefert...letztendlich hat keiner von uns etwas gewonnen...wir haben uns verloren - weil ich mit diesem verhalten am anfang einfach so viel kaputt machte =°(

es muss ja nicht genauso bei dir sein, aber wenn man so einen knoten in sich hat, den man nicht versteht...die gefühle zu sich selbst, seinen selbstwert, sich selbst spüren...dann kommt es schon mal so weit, dass man sich selbst verwirrt und in den wahnsinn treibt und den anderen gleich mit. --> hast du auch angstzustände? panikattacken?

Liebe dich selbst, dann kannst du auch liebe schenken!


Ich hoffe ich konnte helfen!

GReeeTTzZZz
LiLMiSS