CaveCanem
ich hab letztens ne alte bekannte getroffen,die einen teil meiner "schlimmsten" mobber kannte und und teilweise noch kennt.
hab mich mit ihr bissel unterhalten und machte den fehler - ja, das war wirklich ein fehler! - zu fragen, ob sie noch was von
denen gehört hätte.
ihre antwort war für mich frustrierend: alle arbeiten, xyz ist verheiratet und hat ne tochter ...die haben sich alle geändert..
ich bin eigentlich kein schadenfroher mensch, aber dass
die jetzt ein erfolgreiches leben haben, dumm wie brot (wirklich!) aber allesamt ne gute arbeit haben, das frustriert mich. denn ich, das ehemalige "opfer" von denen sitz hier arbeitslos daheim und bin unter anderem auch wegen denen ziemlich gestört.
ich weiss irgendwie nicht wie ich damit umgehen soll. ich hatte immer damals gehofft, dass deren taten "getraft" werden, dass es sowas wie gerechtigkeit gibt...diese hoffnung auf gerechtigkeit irgendwann hat mich das aushalten lassen. und jetzt erfahre ich, dass es keine gerechtigkeit, keinen ausgleich gab. die haben ihr leben und ich bin immer noch der kleine, kaputte idiot. so kommts mir vor.
bei den anderen mobbern, denen aus meiner schule, weiss ich über studivz ebenfalls bei einigen, dass die das haben, was mir verwehrt bleibt - einen guten job. erfolg.
die letzten arschlöcher - auch wenn die sich "geändert" haben - die haben den erfolg im leben, den ich nicht haben werde, weil ich ja dummerweise krank geworden bin.
wollte mal fragen, ob ihr auch über die ehemaligen mobber wisst, wie die jetzt leben und wie ihr damit umgeht... und ob es wenigens ab und an bei jemandem da "gerechtigkeit" gibt.
bin ich eigentlich ein schlechter mensch, weil ich diesen menschen den erfolg missgönne? mein gewissen sagt mir, dass solche gedanken falsch sind und dass es mir egal sein sollte,was die machen. aber das ist es mir nicht. ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll.
kennt sowas jemand? wie geht ihr damit um, mit den "erfahrungen" von den mobbern damals und heute, wo man zwar schon seit jahren ruhe hat vor denen, doch im inneren... da sitzt es nach wie vor tief..wie hält man das aus, wie hält man die gedanken aus, die zweifel an seiner "gutheit"..?
BrokenAngel
Nun,
das kein Gesetz ausgleichender Gerechtigkeit die Natur durchzieht, ist wohl leider so. Alles spricht dafür, das dem so ist.
Wenn Du sie fertig machen willst, müsstest Du also nachhelfen. Es gibt manigfaltige Möglichkeiten, nur leider machen die wirksamen Arbeit. Einbrüche mit Verwüstungen z.B.
Damit kannst Du ihnen auf jeden Fall das Leben schwer machen, ob sie davon allerdings langfristig geschädigt werden, ist leider vorab kaum zu sagen. Den einen traumatisiert ein stinkender Marinkäfer. Der andere erlebt schwerste Körperverletzungen ohne mit der Wimper zu zucken.
Vermutlich findest Du mein Post lächerlich und vülgär. Vielleicht solltest Du aber in jenem Falle überlegen, ob es nicht vielmehr die Welt ist, die sich in mir spiegelt und ihren Untergang will.
Alarandiia
Gerechtigkeit wäre eine schöne Sache, zumindest denkst du es jetzt. Nun hat sich dein Wunsch nicht erfüllt, du siehst das sie ein "gutes" Leben leben und du, wegen ihnen, ziemliche Probleme hast.
Das du dir damals gewünscht hast dass sie es später mal schlecht haben, dass es ihnen so schlecht geht wie dir, war so eine Art Schutzmechanismus, du konntest dich in Fantasien flüchten, wo du deine Mobber für alles bestrafen konntest. Und jetzt? Deine Fantasien haben sich nicht erfüllt, du hast Wut auf die Welt und die allgemeine Ungerechtigkeit. Sicherlich wäre es "schön", wenn es deinen Mobbern schlecht gehen würde, zumindest würde es dich innerlich wenigstens etwas beruhigen, aber würde es dir deswegen besser gehen? Dein Schmerz sitzt tief, wird nicht weniger nur weil du weißt die Täter leiden auch, vielleicht würde er kurzfristig verschwinden, aber mit Garantie, würde er wieder zurückkommen.
Du bist ein guter Mensch, auch wenn du diesen Menschen die Pest wünscht. Es ist gerechtfertig das du einen Hass empfindest. Wie man damit umgehen sollte? Mhh... das ist wohl die Frage des Ganzen. Ich kann es dir nicht beantworten. Es ist ein zu tiefliegendes Problem für dich, das einzig die Arbeit an dem gesamten Problem, wirklich hilfreich wäre.
Ich hoffe du kannst es in der nächster Zeit etwas aus deinem Gedanken schieben, so dass du dich mehr auf dich selbst konzentrieren kannst und einen Weg findest, wie du mit dem Thema etwas besser umgehen kannst.
CaveCanem
ich wollte mich nie "rächen" oder die bestrafen. und will es auch jetzt nicht.
ich versuche mal, besser zu erklären, was ich meine mit "ausgleich".
also ich ging früher davon aus, dass schlechte menschen (das waren sie ja in meinen augen - u sind es immer noch im grunde) irgendwann an sich selbst scheitern. dass menschen, die zu viele schlechte eigenschaften haben, unsozial und dumm sind keinen erfolg haben können, wegen eben dieser vielzahl an negativen eigenschaften.
ich hoffte also nicht, dass irgendeine strafe kommt sondern ich rechnete damit, dass sie so, mit ihrer abartigen, sadistischen, verlogenen, dummen art schlichtweg niemals durchs leben kommen.
dass menschen, die so sind wie die grundsätzlich scheitern, weil solche art ja im grunde gegen all das soziale und gute, was es doch angeblich in der menschheit gibt, nicht weiterkommen kann. dass die durch ihre asozialität keine akzeptanz finden, weil sie ja nunmal asozial sind und das ist ja das, was man moralisch als falsch sieht.
doch nun die bittere erkenntnis: nicht die "guten" kommen später leichter durchs leben... die, die die größte "fresse" haben, die die am besten anderen in den arsch kriechen und wenn der sich wegdreht zutreten, die die besonders manipulativ und verlogen sind, die kommen weiter. wer zu nett ist, wird niedergetrampelt.
als kind dachte ich, dass es in der erwachsenenwelt anders ist, weil die ja eben erwachsen sind und damit weiser und ..naja..schlauer eben.
das war ein irrtum. es ist immer noch das selbe prinzip, nur in anderer, unterschwelligerer (und für mich noch schwerer nachvollziehbarerer) form.
Alarandiia
Entschuldigung, dann habe ich dich etwas falsch verstanden.
Tja, dass ist wohl die kindliche Naivität. Es fehlt eben an Erfahrungen, die man erst als Erwachsener macht. Wie du richtig sagst, die guten Menschen werden viel schwerer etwas erreichen, weil sie eben nicht manipulieren und schleimen. In der Welt gilt es eine Rolle zu spielen, je nach Situation sich anzupassen und somit ein komplett falsches Selbst zu sein. Ein guter Mensch kann das nicht, kann es vor sich selbst nicht verantworten, den schlechten ist es egal, sie hängen nicht an sich selbst. Ungerecht ist es allemal, weil man feststellen muss, jeder Versuch "nett" zu den Mitmenschen zu sein, war ein persönlicher Absturz.
Was ich mich frage, diese schlechten Menschen von damals, wäre es nicht möglich das sie sich verändert haben. Kinder sind grausam, verletzen gerne, weil sie nicht unbedingt soviel nachdenken, aber jetzt als Erwachsene, möglich wäre es, dass sie jetzt bessere Menschen geworden sind.
Gothica777
Wollte auch mal was schreiben: Meine früheren Mobber jedenfalls die schlimmsten hängen fast alle ganz untern, sie haben die unterste Stufe erreicht, sie hängen im Droggen-Alkohol-Sumpf drinen und leben im Obdachlosenheim. Einige sind schon sehr schwer erkrankt und einige schon unter der Erde. Aber glücklich macht mich das überhaupt nicht, ist auch keine Genugtuung für mich. Jedenfalls besser geht es mir dadurch nicht. Früher in der Schulzeit wollte ich die immer ganz unten sehen, habe denen das gewünscht wo die jetzt sind. Dachte halt ich könnte auf die mal herabspucken, aber nichts der gleichen ist ich empfinde weder schadenfreude oder sonst noch was. Gut was aus den Mobbern vom Gymnasium geworden ist, die auch sehr extrem waren weiß ich nicht, ist mir aber auch egal muss ich sagen. Von einem weiß ich nur, der war mit der extremste, das er schon mit 21 an Herz versagen gestorben ist. Aber auch das war für mich keine Genugtuung, bin weder froh darüber noch geht es mir besser dadurch.
Aber eins stimmt auch das die Arschkriecher immer weiter nach oben kommen, wenn man ruihig und gutmüdig ist, erreicht man nicht sehr viel. Da bleibt man immer auf der untersten Stufe stehen. Gut ich habe meine Arbeit, aber bin immer noch einfacher Arbeiter gebleiben, denn mich beim Meister ober beim Chef einschleimen kann ich nicht und bin ich auch der Typ nicht für.
Silly-Sally
Also meine "Mobber" die ich so in den letzten Jahren erlebt habe sind ganz unterschiedlich. Die meisten sind zwar nicht ganz unten, aber schon ehr untere Schiene.
Bei einem weiss ich (war jetzt kein extrem-Mobber, ehr so ein bisschen überheblich anderen Gegenüber und hat denen gezeigt, dass er der bessere und die anderen die schlechteren sind), dass der noch mehr mit der Nase nach oben rumläuft und er das wohl auch in seinen Job genutzt hat. Der ist ziemlich weit oben.
Ich weiss auch gar nicht, ob man da pauschal was zu sagen kann...? Aber dennoch mal interessant
Sad_Angel
Ich denke auch, dass man es nicht allgemein und pauschal sagen kann. Aber gerade letzte Woche habe ich einen Bericht von jemand in der Zeitung gelesen, der mich früher massiv gemobbt hat - es reicht allein, ihren Namen zu hören oder zu lesen, dass ich die totale Panik bekomme. Sie hat wirklich ALLES, was sich ein Mensch wünscht - einen Freund, Kinder, eigenes Leben, einen guten Job und beerbt jetzt zum Ende des Jahres ihren Vater und wird Geschäftsführerin in der Firma. Da frage ich mich auch, wo die Gerechtigkeit ist - ihr geht es so gut und mir so schlecht ...
paradox
Hm... ich will es mal so ausdrücken: Es gibt keine moralischen Naturgesetze und das bekommen wir früher oder später alle zu spüren.
Das ist halt ziemlich fies, aber es ist nicht schwer zu durchschauen, wie die Welt funktioniert.
Viele werden dann gläubig und meinen im Jenseits wirds dann wenigstens gerecht, aber naja... wer weiß.
Und auch wenn jemand hier sagt, er wünscht denen nichts schlechtes... Die Gedanken sind frei. Ich wünsche gewissen Personen auf jeden Fall ziemlich Übles, für das was sie getan haben, aber ich mache ja nichts aktiv. Soll ich da ein schlechtes Gewissen haben? Ne. Ich hab manchmal schlimmste Gewaltphantasien mit irgendwelchen Leuten, aber es sind eben nur Gedanken. Ist doch Schnuppe.
Mich würde es auch aufregen, wenn ich jetzt von deren tollem Leben hören müsste. Da würd ich sicher fast kotzen und wenn ich die Gelegenheit hätte, würde ich die ja sogar vielleicht ganz fies bloß stellen.
Und jetzt noch zwei Gegenpunkte:
1. Ob es denen wirklich so toll geht, wisst ihr nicht. Aus einer Zeitung erfährt man das nicht und wen einer gerade einen tollen Job und Familie hat, heißt es lange nicht das es gut läuft.
2. Diese gut und böse Einteilung ist vielleicht nicht gerade besonders toll, vor allem wenn das alles schon lange zurück liegt. Ich mache das auch, aber naja... Menschen könnten sich eventuell ändern hab ich mal gehört...
Trotzdem bleiben Gedanken und Gefühle frei... und Gefühle sind eh jenseits von Schuld oder Unschuld!
Suzie
habe gerade bei mir mal nachgeforscht, von den meisten weiß ich nicht was geworden ist.
Von den zwei schlimmsten allerdings habe ich Homepages gefunden .. und mir gefror alles Blut in den Adern.
Eine führt erfolgreich ein Kurhotel, der andere ist in der Werbebranche erfolgreich
ich habe immer wieder den Wunsch denen nen "netten" Eintrag im Gästebuch zu hinterlassen oder ne Hass mail.. aber letztendlich wird das geschehen, was auch früher immer so war: ich = Depp
Sad_Angel
| Zitat: |
Original von paradox
1. Ob es denen wirklich so toll geht, wisst ihr nicht. Aus einer Zeitung erfährt man das nicht und wen einer gerade einen tollen Job und Familie hat, heißt es lange nicht das es gut läuft.
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Ja, da hast du sicherilch Recht und in vielen Fällen ist das bestimmt auch so - aber in dem Fall weiss ich es genau, dass es ihr wirklich sehr gut geht, weil ich sie vor einiger Zeit. Iich musste mal von einer Zeitarbeitsfirma genau in diese Firma zu einem Vorstellungsgespräch und da ist sie natürlich, wie könnte es auch anders sein, gerade in dem Moment da vorbeigekommen, wo ich gewartet habe. Bin richtiggehend zur Salzsäure erstarrt, konnte mich weder bewegen noch irgendwas sagen. Sie hat dann gleich mal die für sie günstige Gelegenheit ergriffen und sich verbal auf mich gestürzt. Nur um mir zu zeigen, wie gut es ihr geht und wie schlecht ich dran bin

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paradox
Was ich meinte ist ja auch keine allgemeingültige Regel, kann so sein aber auch anders... naja, ich verstehe jeden der sauer ist und das Kotzen kriegt. Wenn ich mal an so manche Sprüche zurückdenke packt mich auch einfach die Wut.
Wenn ich mir deine Situation so vorstelle, wünschte ich den Mut zu haben und einfach ganz freundlich zu sagen, das sie eine Scheißkuh ist... natürlich nur unter vier Augen.
@ Suzie
Dich kann ich auch gut verstehen, aber wenn schon etwas tun... nicht über ein Gästebuch, schon gar nichts übers Internet. Das ist alles immer zu schön verfolgbar, zumal du mit einer Nachricht deinem Gegenüber höchstens ein kaltes Lächeln entlockst...
Wenn schon Rache, dann nur so das derjenige vielleicht Bescheid weiß, es aber niemals als Beweis taugen würde... Möglichkeiten gibts bestimmt auch, aber Anleitungen kann ich hier natürlich schlecht geben...
Silly-Sally
Was ich mir mal überlegt habe: Könnte es denn nicht auch sein, dass man als "Opfer" eh schlechtere Zukunftsaussichten hat als die "Täter"?
Das was einem angetan wurde (Mobbing; aber auch andere Dinge), macht einen doch sowieso schon schwach. Und wenn Mobbing über Jahre geschieht, dann ist es ja nicht verwunderlich, wenn das Mobbingopfer psychisch eh irgendwann unten liegt. Von dem her kann es ja zwangsläufig nur so sein, dass es den meisten Mobbern besser geht als den Opfern, oder??
Sad_Angel
@Sally: Ja, das ist eine gute Frage. Die meisten Mobber haben durch die Mobberei doch so viel Kraft und Stärke gesammelt, dass sie sich wohl einfach besser durchs Leben boxen können und auch mit Schwierigkeien leichter fertig werden, als Menschen, die durch verschiedene schwach gemacht worden sind.
Silly-Sally
Ja selbst wenn die Mobber keine Kraft durch ihr Tun zusätzlich bekommen haben, sondern einfach "normal stark" bleiben, hat der Gemobbte in Relation schon die schlechteren Aussichten, weil er vielleicht krank wird.
Samborichie
ich war letztens in unserer "Dorf"-Disco.
Dort traf ich ganz zufällig im Klo der Disco auf einen meiner früheren Mobber. (Er hatte mich nicht erkannt, ich ihn dafür sofort)
...Es endete so, dass ich hinter im Stand am Waschbecken und meine beiden Becher Bier in einer totalen Wutaktion über seinem Kopf entleert habe. Er stand fassungslos und klatsch-naß da (hatte mich immer noch nicht erkannt..)
ich verließ das klo ohne ein wort und verließ die disco und fuhr mit einem riesigen Grinsen im Gesicht heimwärts
Sad_Angel
Ist ja schon irgendwie krass - aber so eine Gelegenheit bekommt man nun nicht unbedingt und wenn, dann muss man auch den Mut dazu haben. Ich persönlich hätte diesen Mut nicht, mich da - wenn auch auf sehr harmlose Art und Weise - zu wehren. Aber ich kann gut nachvollziehen, wie du dich da hinterher dann gefühlt hast ...
Liliza
von den meisten weiß ich nichts. nur von einer, die eigentlich immer nur mitgelaufen ist. sie war in peking olympiasiegerin.
trotzdem tut es weh zu sehen, daß es leuten, die einem früher böse mitgespielt haben heute so gut geht