CaveCanem
da hab ich doch wieder was gefunden... ist genau mein thema
lookism bezeichnet die diskriminierung/beurteilung der menschen nach dem äusseren. also dass menschen, die dem ideal entsprechen es leichter haben zb. nen job zu bekommen und sowas.
auzug aus wikipedia:
Lookism (englisch, gebildet aus Look: Aussehen und -ism: -ismus) bezeichnet die Stereotypisierung oder Diskriminierung auf Grund des Aussehens.
Eine häufig zitierte Definition lautet:
„Lookism ist die Annahme, dass das Aussehen ein Indikator für den Wert einer Person ist. Sie bezieht sich auf die gesellschaftliche Konstruktion einer Schönheits- oder Attraktivitätsnorm und die Unterdrückung durch Stereotypen und Verallgemeinerungen über Menschen, die diesen Normen entsprechen und über diejenigen, die ihnen nicht entsprechen."
Als Beispiel für Lookism wird der größere Erfolg von attraktiven Menschen am Arbeitsmarkt genannt. Auftreten und Erscheinungsbild spielen schon lange eine wichtige Rolle in der Arbeitswelt. Die Autoren einer Untersuchung im Tourismusbereich nehmen an, dass diese Äußerlichkeiten zunehmend im Rahmen einer Unternehmensstrategie systematisch gesteuert werden. Dadurch soll ein bestimmtes Unternehmensimage vermittelt und den Kunden ein ansprechendes Serviceerlebnis geboten werden. Die Mittel dazu sind beispielsweise die Bewertung des Aussehens und der Sprache der Bewerber im Einstellungsprozess und genaue Vorschriften zu Kleidung und Körperhaltung während der Arbeit.[3] Eine Untersuchung im Hochschulbereich ergab, dass junge Akademikerinnen ihr Aussehen herunterspielen, weil sie gutes Aussehen als Karrierenachteil empfinden, während männliche Akademiker keine solchen Überlegungen anstellen.
Eine soziokulturelle Folge des Lookism kann sich bei Einzelpersonen in einer Störung des Körperschemas äußern und so mitverantwortlich für Essstörungen und Sozialphobien sein.
naja, jedenfalls gehöre ich eher zu denen, die nicht grade mit einem sonderlich ansprechendem aussehen gesegnet sind und ...ich habs schon immer gewusst!... ich bin überzeugt, dass ich deswegen schon oft schlechter behandelt wurde als andere..also benachteiligt wurde.
zum indirekten mobbing/disriminierung:
zb. in der schule, wo lehrer einen bewerten. niedliche kinder werden besser bewertet als weniger niedliche kinder (hab ich vor jahren mal in psychologie heute gelesen) bzw. wenn ein niedliches kind frech ist, finden erwachsene das weniger schlimm als wenn ein weniger niedliches kind das selbe macht. und so weiter.
mir ist klar, dass sich menschen, die mit einem "hübschem" äusseren durch die welt laufen, sich damit nie beschäftigt haben, da sie eine solche diskriminierung ja nie erleben mussten..also nicht in der form.
natürlich liegt schönheit immer im auge des betrachters, wie man so schön sagt aber es gibt dennoch grundsätze, die sich nie ändern... zb. findet kein mensch pickelige haut besonders attraktiv und würde diese der reinen haut vorziehen. pickelige haut führt meist zu dem falschen rückschluss, dass der mensch ungepflegter ist und dies zieht natürlich eine negative bewertung des pickeligen menschen nach sich.
dazu kommt noch, dass häßliche menschen oft für weniger intelligent gehalten werden oder bei frauen zum teil auch umgekehrt, wenn die besonders hübsch sind, werden sie ebenfalls oft für "dümmer" gehalten. bei hübschen männern wiederrum ist das nicht in dem extrem.
dazu zählt ebenso die diskriminierung von übergewichtigen menschen, diese haben ebenfalls mehr schwierigkeiten einen job zu finden als menschen mit den gleichen kenntnissen, die jedoch normalgewichtig sind.
an könnte die liste noch endlos weiterführen, fürchte ich..
wie seht ihr das?
zum direkten mobbing:
also meine erfahrung war, dass die miesen sprüche der mobber zu 99% auf mein aussehen abzielten. (die restlichen 1% auf das resultat der sprüche über mein aussehen->heulen)
durch diese mobbingsprüche verliert man natürlich auch arg an selbstwert, es fällt einem logischerweise verdammt schwer, sich selbst schön zu finden, wenn man täglich vom gegenteil überzeugt wird.
was ich mich aber frage ist, ob das aussehen nur eine art vorwand ist, jemanden zu mobben oder ob das aussehen auch tatsächlich der GRUND für das mobben ist. früher dachte ich natürlich, es läge alles an meinem aussehen doch hab ich mich inzwischen ja weiter damit beschäftigt udn festgestellt, dass auch menschen, die nun wirklich nix häßliches an sich haben/hatten, ebenfalls gemobbt wurden mit sprüchen über das aussehen. also meistens ist das ja so, dass das äußere beim mobbing angegriffen wird...neben vermeindlicher "dummheit" .
aber finden die alle einen wirklich so häßlich ? meine theorie ist, dass es einer sagt und dann wirds zum selbstläufer, dann verliert man an selbstwert was noch mehr angriffsfläche bietet..und so weiter und so fort.
KAK
fakt ist ja, wie du bereits erwähnt hast, dass menschen mit einem weniger guten aussehen eher gemobbt werden als gutaussehende menschen. warum?
meiner meinung nach ist das wie folgt:
manche weniger gut aussehenden menschen werden schlichtweg wegen ihrem äußeren gemobbt. sie sehen eben hässlich, lächerlich, lustig aus, wie auch immer. zumindest scheint das für einige leute grund genug zu sein, sich über sie bzw ihren nachteil lustig zu machen.
es ist aber auch so, dass sie nicht nur direkt wegen ihrem aussehen fertig gemacht werden, sondern eher aufgrund der tatsache, dass man davon ausgeht, diese menschen haben eh kein selbstbewusstsein, kontern somit nicht und sind demnach ideale opfer.
ich denke zweitere variante trifft besonders dann zu, wenn der "böse" mobbt, um sein ansehen zu heben, stärker sein zu wollen, gerade im beisein dritter.
menschen, die äußerlich weniger benachteilt sind, werden zb dann zum mobbingopfer, wenn sie ein geschwächtes selbstwertgefühl haben, und das bekannt ist. a la "auf dem KANN ich also rumhacken, cool, mach ich das doch."
Armandine
Man kann auf jeden Fall wenn man das so liest feststellen, dass sowas in den alltäglichsten Situationen, Kleinigkeiten teilweise schon auftritt.
Schule ist da ein gutes Beispiel; ich hab' zum Beispiel erfahren, dass Lehrer einen wenn man nicht wie der Rest rumläuft eher für dumm, faul, unaufmerksam halten und zumindest am Anfang misstrauischer behandeln, eher blöd ansprechen und sowas, wobei es bei mir schon so war, dass ich das durch entsprechendes "gutes" Verhalten zumindest bei einigen revidieren konnte.
Bei Mitschülern, Kollegen und so war das schonwieder anders, wenn man da erstmal als fett, hässlich, picklig oder sonstwas "bekannt" ist, dann hat man den Stempel weg, egal was man tut, wie man sich verbiegt, was man sich anschafft um dazuzugehören und das loszuwerden.
Ich find die "Selbstläufer-Theorie" da echt passend. Wenn die erstmal merken, dass man ein "gutes Opfer" ist, sowas wirkt, dann geht der Spaß ja erst los und dann wird's immer mehr und die, denen das eigentlich egal ist, machen auch mit und man kommt eh nichtmehr raus, kann selbst nicht abstellen, dass man Angriffsfläche bietet die immer größer wird.
Inzwischen seh ich das nurnoch als extrem armselig und kann Leute, die andere wegen sowas fertigmachen eher bemitleiden. So gesehen traurig genug, wenn Aussehen alles ist, wodurch man bestechen kann. Das zielt auf den ersten Blick nun umgekehrt genauso darein wie die, die andere für ihr Aussehen diskriminieren, klar und trifft genau auf das Vorurteil "Schöne Menschen sind dümmer", aber so mein ich das nicht - Das ist eher die "Angriff ist die beste Verteidigung"-Variante gegenüber denen, die Leute mobben, die vielleicht echt zumindest vorrübergehend irgendwie 'n bisschen Pech mit ihrem Äußeren haben.
KAK
@armadine
dem stimme ich vollkommen zu.
Marika
| Zitat: |
| naja, jedenfalls gehöre ich eher zu denen, die nicht grade mit einem sonderlich ansprechendem aussehen gesegnet sind und ...ich habs schon immer gewusst!... ich bin überzeugt, dass ich deswegen schon oft schlechter behandelt wurde als andere..also benachteiligt wurde. |
so geht es mir auch. Früher war das auch nicht nur das Aussehen direkt, sondern auch die Klamotten. Die waren zu "altmodisch" und was weiss ich. Sprüche wegen meiner Hässlichkeit musste ich mir auch immer wieder anhören -und teilweise heute noch. Vor einigen Monaten haben mich im Bus wildfremde, ca. 12jährige Jungs gefragt, ob sie mich fotografieren dürfen - sie hätten selten so einen hässlichen Menschen gesehen.
Weiteres typischer Mobbing"grund" (Anführungszeichen deshalb, weil es eigentlich keiner ist) ist natürlich Übergewicht - davon war ich nicht betroffen, aber meine Freundin. Wir wurden dann "Dick und Doof" genannt.
sobald man irgendwie nicht wie die anderen ist, bietet man anscheinend Angriffsfläche. Wenn man zu gut in der Schule ist, oder auch zu schlecht - wenn man zu dick ist, oder zu dünn - und so weiter und so fort.
ich frage mich nur, wie man aus dem Kreislauf rauskommen soll. Ich finde mich ja selber hässlich und wehren kann ich mich eh nicht.
Silly-Sally
Ja in der Schule habe ich das auch kennengelernt. Zwar kann man das jetzt nicht so richtig als Mobbing bezeichnen, aber es gab da einen Lehrer, der hat so seine LieblingsschülerINNEN gehabt. Das waren nämlich die, die mindestesns 175 cm groß waren, schlank, lange Haare hatten und immer die neuesten Klamotten anhatten. Voll ätzend.
Ein Mädel war bei ihm ganz besonders beliebt und auf Klassenfahrt hab ich manchmal den Gedanken gehabt, dass die bestimmt auch mit dem ins Bett geht- zumindest kam das so ganz seltsam rüber.
Und die anderen waren nur 0815-Schüler...
Voll ätzend sowas!!
CaveCanem
| Zitat: |
Original von KAK
meiner meinung nach ist das wie folgt:
manche weniger gut aussehenden menschen werden schlichtweg wegen ihrem äußeren gemobbt. sie sehen eben hässlich, lächerlich, lustig aus, wie auch immer. zumindest scheint das für einige leute grund genug zu sein, sich über sie bzw ihren nachteil lustig zu machen.
|
genau das ist ja das, was man als diskriminierung bezeichnet.
ich komm damit nicht klar in meinem schädel.. wieso ..wieso..wieso?? wird man gequält für etwas, wofür man nichts kann? man hat sich sein aussehen nicht ausgesucht.
mit seiner optischen erscheinung, wenn diese daneben geht, dann ist man gestraft fürs leben, der weg des scheiterns, des kampfes, der entwürdigung ist bereits geebnet- einfach nur darum, weil man so aussieht wie man aussieht.
wie abgrundtief widerlich, wie abscheulich menschen sind... ich ekele mich davor. generell. nicht nur, weil mein leben bereits im arsch war als die gene sich ungünstig verteilten... für alle leben, die den selben oder ähnlichen dreck durchmachen wurden, dessen leben daraus bestand, seine würde weg zu werfen um zu überleben - irgendwie. ein leben, begleitet von ablehnung, beleidigungen, vorwürfen, vorurteilen, ekel... ja auch ekel wurde mir entgegengebracht. iiiiiiiiihhhhhh...fass mich bloß nicht an (als ich ne hand wegschlug die mir grad die abartige fresse polieren wollte)...ihgitt...
ich wuchs auf als optische beleidigung in person. und mein selbstwert ist entsprechend im arsch, was zur folge hat, dass ich "negatives wirken" bei lehrern (wie armandine es beschrieb) nicht wettmachen kann.. ich habe grundsätzlich eh schon schwierigkeiten, mit menschen zu reden, ganz besonders mit autoritäten...durch diese permanenten demütigungen wurde das noch schlimmer. aber neeeeeeeee..........keiner dachte: oh man die is ja voll eingeschüchtert... ha wär auch fast schon zu gut für einen abschaum wie mich gewesen (abschaum weil so wie ich aussehe schein ich nichts anderes zu sein) .. da wurde meine angst/unsicherheit als FRECH und AUFMÜPFIG bezeichnet. weil ich kein wort rausbrachte vor angst.
ich weiss, dass meine häßlichkeit einen großen teil dazu beiträgt, dass ich bin wie ich bin. dass ich jetzt zb. arbeitslos bin. ich trau mich in kein bewerbungsgespräch. lehnen mich eh ab wie ich aussehe. wurd mir in den praktika ja mitgeteilt, dass mein aussehen so nicht geht. aber ohne das was ich absichtlich hinzufügte, würde ich mich ohne auch nur eine sekunde nachzudenken suizidieren. aber das versteht ja keiner
wahrscheinlich auch hier niemand, denn kein wesen dieser welt ist so abgrundtief abstoßend und häßlich wie ich. ich leide darunter. jeden tag, jede minute. mein leben ist ne qual. ich bin dankbar für jeden, der sich mit mir auf die straße traut... und ich bin dankbar für die stunden/tage wo diese tatsachen meinem bewusstsein entwichen sind. oder? vielleicht hätte ich dies leid sonst endlich beendet... naja. (rationaler gedanke - also keine ambitionen jetzt mein leben zu beenden oder so^^)
dies was ich oben beschrieb ist die intention gewesen den thread zu eröffnen. weil es eine form der diskriminierung ist, die keiner wirklich anerkennt... weils zu wenige sind, die wegen der "häßlichkeit" niedergetreten werden???
[/selbstmitleidende]
iphigenie
vielleicht liegt das auch mit daran, also dass "hässliche" menschen eher gemobbt werden als "schöne" auch mit daran, dass die "hässlichen" Menschen von vornherein weniger Selbstbewusstsein haben, sich selbst nicht mögen, nicht ok finden, sich für sich selbst schämen, Selbstunsicher sind.
Und damit dann leichtere Opfer sind als jemand der, weil er zB sehr gut aussieht, viel Selbstbewusstsein hat.
Oder auch dass Menschen die sich für dich selbst schämen, sich selbst abstoßend finden, dass die versuchen immer nett und freundlich und hilfsbereit usw. zu anderen zu sein um ihr Äußeres bei den Menschen irgendwie vergessen zu machen. Und sich dann selbst immer wieter aufgeben für die anderen um nicht alleine dazustehen.
KAK
| Zitat: |
Original von CaveCanem
wurd mir in den praktika ja mitgeteilt, dass mein aussehen so nicht geht.
[/selbstmitleidende] |
also, ich nehme mal an, wenn die sowas gesagt haben, dann lag das doch eher an sekundären dingen oder? kleidung, frisur etc. ich mag mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass erwachsene menschen sowas auf nicht änderbare dinge beziehen. oder?? zumindest würden sie sowas nicht so offen sagen..
paradox
Hm, da würde ich mich eigentlich beim Praktikumsträger beschweren...
Fällt sowas eigentlich auch unters Antidiskriminierungsesetz?
Ich nehme an, wäre das eine richtige Arbeitsstelle gewesen, hättest du vor einem Arbeitsgericht sogar gute Chancen gehabt...
Ist aber auch kein Trost... wenn man nicht gut aussieht, hat man in allen Bereichen des Lebens Probleme. Ich weiß leider auch wovon ich rede
Liliza
bei mir fing es an mit der 5. klasse. in der grundschule war ich noch schlank, lebenslustig und wahrscheinlich auch irgendwie niedlich (zumindest wenn ich den erwachsenen aus dieser zeit glauben schenke)
neue schule, neue klasse, ich kannte niemanden. ich war sehr sehr unsicher. das haben "sie" gemerkt. schnell haben sie auch gemerkt, daß die lehrer mit voller absicht NICHTS "merken"
erst waren es die markenklamotten. damals hatte ich noch gelern, daß sparsamkeit eine tugend ist. also warum sollte ich 150 DM für eine jeans von levis ausgeben, wenn ich für 40 eine von xyz haben kann?
doch anstatt zu sagen "deine klamotten sehen scheiße aus" sagten sie "du siehst scheiße aus" tag um tag um tag. damals konnte ich noch nicht glauben, nicht verstehen, daß es so viel bosheit und niedertracht in den menschen geben kann. und mit 11 jahren... tja. wenn einem da täglich gesagt wird: "du bist so häßlich" und von so vielen. und irgendwann habe ich es dann auch geglaubt. und dann WAR ich auch häßlich.
wenn ich könnte würde ich diesen menschen die zungen herausreißen, damit sie nie wieder jemanden mit ihren gemeinen lügen quälen können. ich würde ihnen die augen herausreißen, denn sie haben nicht das recht jemanden nach seinem äußeren zu beurteilen. und ich würde ihnen die hände abhacken, mit denen sie ihre kosbaren idiotischen materiellen statussymbole umsich gescharrt haben.
und dann würde ich ihnen ein seeeeehr langes leben wünschen.
CaveCanem
| Zitat: |
Original von Liliza
und mit 11 jahren... tja. wenn einem da täglich gesagt wird: "du bist so häßlich" und von so vielen. und irgendwann habe ich es dann auch geglaubt. und dann WAR ich auch häßlich.
|
ja. jeden tag erneute demütigung. jeder morgen geprägt von angst: "was werden sie heute tun?"
jede heimkehr von der schule geprägt von angst"wofür bekomme ich heute ärger?"
...ich war allein. ich hatte 13,5 jahre niemanden. niemanden, der meine worte nicht gegen mich verwendete, niemanden, der mich nicht für dumm hielt weil ich ja "dumm aussehe", niemanden der mich achtete.
7 jahre bin ich frei davon. davor hielt ich täglich dutzende beleidigungen aus. und jetzt? ich kack ab wenn nur eine kommt. bzw. um dem zu entweichen, um dieses abkacken diese demütigung nicht ertragen zu müssen, gehe ich so gut wie nie ohne musik raus.
ich tat es letztens einmal. für 15 minuten fußweg.
und 3 mal wurde ich dumm angemacht. einmal 2 "teenietussies", einmal nen besoffener typ u einmal so'n "schönling", dem ich in den weg kam (der kam mir ebenso in den weg!!! also beide gleichermaßen.) und ich musste mir anhören, dass ich [häßliche fotze(???)] aufpassen solle wo ich hingeh. (oder so ähnlich, ich habs nicht 100% verstanden ...)
schön
im praktikum waren es "sekundäre" dinge. aber diese sind notwendig, damit ich überhaupt mein zimmer verlassen kann, bevor ich auch nur wage irgendeinem menschen zu begegnen. und mir selbst im spiegel. es ist eine absolute notwendigkeit. alles andere ist noch entwürdigender als mein dasein so schon ist. trotz "versteckerei" und so.
sowas kann ich aber nichtr erklären. wie auch??? es versteht ja doch niemand. und ich werde und kann niemals alles genau sagen. ich kann nicht. ich verheimliche. sonst muss ich mich umbringen wenn ichs nicht täte- zu groß wäre meine scham. also mach ichs nicht, keiner verstehts und alle sehens als lächerlich. ich bin es gewohnt es tut weh aber ich bin diesen schmerz diese dauerkritik gewohnt ich kenns nicht besser und nehme dies daher gern in kauf. es ist besser als alles andere. ich übertreibe nicht. es IST so.
Samborichie
ich weiß nicht genau, ob das hier her passt,....aber es war ein Gedanke, der mir bei dem Thema hier einfiel...
...In der Schule meiner Schwester wird momentan darüber diskutiert, ob Schuluniformen eingeführt werden sollen.
Es gibt ja Menschen, die gemobbt werden, weil sie sich keine Marken-Klamotten leisten können usw. und das zählt ja auch zum äusseren Erscheinungsbild.
Eine Schuluniform stärkt evtl. das Zusammengehörigkeits-Gefühl,....wie bei einer Fussball-Mannschaft z.B.
Und man kann nicht mehr gemobbt werden, weil man ohne markenklamotten aufkreuzt.
Ich denke, dass sowas, also Schuluniformen, schon ziemlich sinnvoll sein könnte, um zumindest einen Teil des lookism zu verhindern.
Liliza
| Zitat: |
Original von Samborichie
ich weiß nicht genau, ob das hier her passt,....aber es war ein Gedanke, der mir bei dem Thema hier einfiel...
...In der Schule meiner Schwester wird momentan darüber diskutiert, ob Schuluniformen eingeführt werden sollen.
Es gibt ja Menschen, die gemobbt werden, weil sie sich keine Marken-Klamotten leisten können usw. und das zählt ja auch zum äusseren Erscheinungsbild.
Eine Schuluniform stärkt evtl. das Zusammengehörigkeits-Gefühl,....wie bei einer Fussball-Mannschaft z.B.
Und man kann nicht mehr gemobbt werden, weil man ohne markenklamotten aufkreuzt.
Ich denke, dass sowas, also Schuluniformen, schon ziemlich sinnvoll sein könnte, um zumindest einen Teil des lookism zu verhindern. |
zum teil fände ich es auch sinnvoll. doch dann sind da noch sachen wie rucksack, kosmetik, füller, handys, gameboy etc. ich denke irgendetwas wird es immer geben. leider
rosa.negra
| Zitat: |
Original von Marika
Vor einigen Monaten haben mich im Bus wildfremde, ca. 12jährige Jungs gefragt, ob sie mich fotografieren dürfen - sie hätten selten so einen hässlichen Menschen gesehen. |
so was ähnliches is mir auch mal passiert... beim radfahren is n auto im schritt-tempo an uns vorbei gefahren und der beifahrer hat mich mit seinem handy gefilmt!, dann beschleunigt und an der nächsten kreuzung angehalten und auf uns gewartet, damit sie dasselbe spiel nochmal machen können. gott sei dank kam vorher die anzweigung in den trampelpfad, den wir fahren wollten und in dem sie uns nicht folgen konnten.
aber was ich beitragen wollte, ist dass ich gern zustimme, dass das aussehen oft nur ein vorwand ist. in einer maßnahme in der ich war (weil das Arbeitsamt mich da reingesteckt hat nachdem ich vonner schule abgegangen bin, immerhin in der 13. mit fachhochschulreife!), waren sonst nur leute mit hauptschulabschluss. Die konnten ich net leiden, weil ich die mathe-aufgaben auf 3.klasse oder auch 6.klasse niveau in einem drittel der zeit löste, die die brauchten. Nunja. und da ich wie schonmal beschriebn, nicht schlank bin (obwohl es leute gibt, die mich trotzdem als hübsch - zumindest was das gesicht angeht - bezeichnen), war das n toller punkt mich anzugreifen. Aber das war meiner meinung nach wirklich nur ein vorwand, weil ich denen halt einfach zu intelligent war...
und in der schule durfte ich gott sei dank die erfahrung machen, dass es auch lehrer gibt, die ihre lieblingsschüler nach deren leistung auswählen. in mathe war ich ab der 11. aus irgendeinem grund sehr gut und daher war ich die lieblingsschülerin der beiden lehrer die wir in der 11. und dann in 12/13 hatten. das war echt ne schöne, aber leider kurze und vor allem seltene erfahrung.
Hinweg
Ich glaube, dass meine Hässlichkeit und die damit verbundenen Demütigungen die eigentliche Ursache sind, wegen derer ich sterben will. (Keine Ankündigung!)
Gerade, wenn man WIRKLICH hässlich ist, verletzt es umso mehr dies immer wieder gesagt zu kriegen.
Ich habe mich auch nie gewehrt. Immer alles über mich ergehen lassen, unbeteiligt, bis ich nach Schulschluss erlöst war und ich mich in meinem Zimmer verkriechen konnte, endlich unsichtbar.
Habe dann meine ganze Vorstellung meiner Minderwertigkeit aus dem äußeren Erscheinungsbild gezogen, Menschen gemieden, die mich sowieso nur verabscheuen und damit meine ganze Zukunft verbaut, aufgehört, weiter zur Schule zu gehen, weil es zu viel Schmach bedeutet hätte. Jetzt bin ich ein Wrack, welches auf dem tiefsten Meeresgrund verloren brachliegt.
Inverted
naja, es gibt auch sowas wie positive diskriminierung....ich habe manchmal das efühl, dass manche leute, meine inneren werte garnicht sehen...ich bekomme ziemlich oft komplimente für mein äußeres (wobei ich mich selber jetzt auch nicht so special finde), aber selten welche für meinen intellekt oder meine persönlichkeit...und ich bemühe mich immer besonders nett zu allen zu sein.....
mittlerweile bin ich auch davon überzeugt, dass ein paar meiner exfreunde meine persönlichkeit garnicht gesehen haben, sondern ein schönes vorzeigeobjekt haben wollten (das ging teilweise soweit, dass mir in kleidung, haarfarbe, etc. reingequatscht wurde).
eine zeitlang hab ich mich durch mein äußeres sogar versucht von den schönheitsidealen extrem abzugrenzen, durch krasse haarfarben, make-up in dem ich halb tot ausgesehen habe, etc...
iDark
Kenn ich nur zu gut.
Das war bei mir immer der Grund, weshalb ich gemobbt worden bin.
Noch schlimmer, es ist der Grund wieso ich nie ne Freundin haben werde, weil praktisch alle aufs Äussere sehen.
Jedenfalls ist sowas schlichwegs falsch. Ich hätte nichts dagegen, wenn alle oberflächlichen Menschen aussterben würden, auch wenns am Schluss nur noch 10'000 Menschen auf der Welt gibt.
Ligeia
Die Ablehnung in Bewerbungsgesprächen auf Grund von "erweitertem" Aussehen, ich gehe mal davon aus, dass das Piercings sind oder Tattoos oder eine "extreme" Art zu schminken, die ist leider sehr stark in unserer Gesellschaft. Das liegt einfach an der mangelnden Toleranz. Man will niemanden, der sein Gesicht so verziert (oder verunstaltet, so denken die meisten leider eher), weil es sich nicht schickt, nicht schön ist (für die) etc. Es gibt kein neutrales Denken, es gibt da keine abstrahierende Fähigkeit den Menschen an sich zu sehen...
Die Diskriminierung fängt ja schon bei der Herkunft an. Wie sagte Hagen Rether so schön, als Türke kannst Du gleich mal 100 Bewerbungen mehr wegschicken, als als Deutscher...
SMLunchen
Ich würde mich jetz nicht so auf hässlich oder schlecht aussehend der gemobbten schieben,
sondern ich würde vielmehr sagen, das hier der/die Täter andere Schönheitsideale vertritt, und jetzt das Wichtige, die ihm von seiner Umwelt, seinen Eltern und Bezugspersonen vermittelt worden sind. Also keine eigene Meinung, sondern eine induzierte Meinung.
Auch kann sich das Opfer durchaus selbst entwerten, wenn es entsprechende Ideale über Erziehung eingeprägt bekommen hat.
Ich denke an den Schulen ist sowas am häufigsten zu erleiden, und am schwersten zu entrinnen.