Seelenblindheit - Seelentaubheit

rakete
Ich glaube diese beiden Krankheiten kann man nur von Geburt an haben. Ein Mensch der von einer solchen Krankheit betroffen ist, ist nicht in der Lage beim Musik hören etwas zu empfinden (S.Taubheit) oder eben wenn er Kunst betrachtet (S.Blindheit).
Ich glaube, aber ich beginne mitlerweile eine ähnliche Störung zu entwickeln - was heißt zu entwickeln. Sie tritt ab und zu auf. Ich kann dann selbst Musik nicht mehr ertragen. Ich höre sie unempfindsam, wie in einzelne Töne zerlegt. Also ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, ich höre sie Ton für Ton. Das ist mir schon teilweise bei Konzerten passsiert.
Oder beim hören von Lieblings-Stücken. Ich kann sie teilweise nicht mehr ertragen, als wenn es billige Musik wäre, die man nie gemocht hat.

Kennt das sonst noch jemand?
(Ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll.)
rakete
wofür kann dieses gefühl stehen?
ist es evtl. ein besonders starker ausdruck der depression?
CaveCanem
ich verstehe unter dem begriff seelenblindheit was anderes und zwar, dass man gegenstände sieht aber sie nicht erkennt. also nicht benennen kann..
zb. man steht vor nem stuhl aber man weiss nicht mehr, dass es ein stuhl ist also auch nicht, dass dieser zum sitzen dient. gleichzeitig kann man aber durchaus farbe und material erkennen... das wort stuhl und der gegenstand vor einem finden keinen zusammenhang weil die reizleitung im hirn nicht mehr funktioniert bzw. die sehrinde geschädigt wurde.
(hatten wir mal kurz in der schule angerissen das thema)
naja...empfindungen hat man dann ja auch nicht dazu..vielleicht ist das ne form, war mir aber unbekannt bislang^^ aber kunst betrachten + keine gefühle ist nicht das was den begriff seelenblindheit erklärt..

zu dem direkt was du meinst. also gefühlstaubheit kann ausdruck einer schweren depression sein, klar. oder du verdrängst deine gefühle vielleicht ...evtl auch unbewusst. bzw. unterdrückst diese unbewusst um eben die "kontrolle" zu behalten über deine gefühle. mehr ideen was das ist hab ich grad nicht.


naja, jedenfalls ist es bei mir eine sache der konzentration. je mehr ich mich auf ein musikstück konzentriere (also mich mit nix anderem nebenher beschäftige) desto stärker nehme ich sie wahr und desto mehr gefühle kommen dann auf. natürlich nur bei den liedern, die ich mag...funktioniert natürlich am besten während ner depression (also die phase wo man permanent melancholisch ist) bei depriliedern Augen rollen
und dann gibts so phasen, da nehme ich musik analytisch wahr, ich focussiere dann auf ein bestimmtes instrument u dann aufs nächste u "zerteile" das dann in diese unterschiedlichen passagen in meinem kopf. schade, dass ich kein rhythmusgefühl hab, wär bestimmt praktisch zum musikmachen sonst^^ da hab ich dann auch keine gefühle, denn ich analysiere ja. das geht aber nur bei musik, die mich generell nicht sehr "berührt" und ich steuere es auch bewusst, wie ich hören "soll".
rakete
Ist lange her- ich habs mal irgendwann im Pschyrembel nachgelesen - ist im. Übrigen furchtbar sich mit diesem Buch zu befassen, da kommt man mal richtig schlecht drauf. -
Gibt es meine Definition des Krankheitsbildes tatsächlich nicht?
Mich hat die Vorstellung jedenfalls völlig depressiv gemacht.

Dieses Hören, wie du es beschrieben hast, genau das gelingt miir teilweise nicht mehr. Die Tiefe geht verloren.So als würdest du auf einen Amy Winehouse Konzert stehen und es wirkt auf dich wie ein LaFee-Auftritt.
Ich kanns wirklich nicht gut erklären, es ist so - das passiert jetzt natürlich nicht immer, ich kanns auch noch genießen - als würde "Stairway To Heaven" für mich wie "Barbie Girl" von Aqua klingen. Wenn mir sowas passiert ist - es war noch nicht so oft - dann hat es mir immer eine irre Angst gemacht, weil ich immer ne große Musikliebhaberin war. Ich glaube manchmal es ist so ein Signal für den Endspurt. Ein Musikstück wird für mich wie ein flaches Bild ohne Tiefe. Alles wird zu einer Suppe.
rakete
Kennt das wirklich sonst niemand? Was könnte denn die Ursache hierfür sein??? Depression im Endstadium???
meinName
also, ich kenn das was du beschreibst.
ich hatte manche lieder die ich lange zeit sehr oft und gerne hörte, mit denen man mich zur zeit aber eher jagen kann.
ich kenn auch diesen effekt, total emotionslos vor bildern zu stehen die allen anderen anscheinend unheimlich viel geben.

ursachen sind mir eigentlich keine bewusst, ausser das sich im laufe der jahre halt die präferenz für lieblingsmusik durchaus sehr stark verschieben kann, das halte ich also für eher relativ normal.
für das mit den bildern hab ich keine erklärung. ich habs aber auch nicht nur bei kunst, auch in alltagssituationen steh ich immer wieder da und weiß genau von mir wird irgendeine reaktion erwartet... in mir ist aber nur leere, und das zu äussern... ist knifflig. wenn es einem überhaupt geglaubt wird.

ich glaube aber depressionen kommen (grob gesagt) in schüben, es ist mal schlimmer, mal besser - mir wäre da kein "endstadium" bekannt.
selbst wenn das symptome einer depression sein wären - ausschliessen würde ich es nicht, ich bin da laie - wäre es gefährlich im internet oder auch büchern rumzustöbern und sich quasi rauszusuchen was denn nun mit einem nicht stimmt. sowas sollte man schon ärzten überlassen.
jeanny1984
Tut mir Leid. Ich habe nur gehört, dass es sowas geben soll. Dass man die schönen Klänge der Musik gar nicht mehr hört, sondern es irgendwie anders wahr nimmt.
Ich kann mir darunter auch leider gar nichts bestimmtes vorstellen.
Ich denke aber nicht dass es was mit den Depressionen zu tun hat.
Das Gehirn wandelt die Informationen wohl einfach nicht mehr richtig um.