Alleine

lieber tot
hier weiß nicht ob das thema hier recht aufgehoben ist, es geht mehr um freundschaft als direkt um liebe, vll. trifft es "platonische liebe" am besten.

mein problem ist, ich fühle mich alleine, eigentlich war ich immer schon alleine und es macht mir auch nicht so viel aus. andererseits belastet es mich doch schon. ich hatte gedacht einen besonderen menschen gefunden zu haben, eine art seelenparterin, aber der kontakt ging verloren, er war nicht das erste und das letzte mal, dass ich den kontakt zu einem menschen verloren habe, der mir etwas bedeutet.

mein problem ist, die menschen sind mir fremd - so unglaublich fremd, es scheint mir unmöglich real ein mädchen kennen zu lernen, ich suche keine freundin um mit ihr zu schlafen, das wäre gegen meinen glauben, sondern mehr eine "seelenpartnerin", eine kameradin, wie ich dachte eine gefunden zu haben, es braucht lange zeit bis ich jemanden vertraue, über das inet jemand kennen zu lernen braucht viel zeit, chaten, kontakt aufbauen und die frage ob man sich wirklich versteht steht immer im raum.

langer rede kurzer sinn, ich sehe kaum mehr einen ausweg aus meiner (vll. selbstgewählten) einsamkeit, normale menschen sind mir fremd auch wenn ich oberflächlich gut mit ihnen auskomme, menschen übers inet kennen zu lernen, beiträge zu lesen um menschen zu finden die mir ähnlich sind, sich langsam kennenzulernen, dazu fehlt mir ebenfalls die lust. ich bin ein mensch der wenig zu erzählen hat, immer nur die selben alten geschichten, im grunde langweilig und weltfremd.

was ich mir von dem beitrag erhoffe weiß ich net, hat irgendjemand nen rat?
unconscious
Ich kann mir gut vorstellen ,dass das belastend für dich sein muss, du hattest jemanden - wieder weg, lange Suche, langsames rantasten, nicht verletzt zu werden - wieder vorbei .....

aber ich glaube je mehr man daran festhält, jemanden finden zu möchten, der ein Seelenpartner ist, um so weniger wird es klappen und du drehst dich mit deinen Gedanken nur im Kreis.

Ich war auch lange einsam, konnte niemandem vertrauen - und plötzlich habe ich meine beste Freundin gefunden, jemanden, dem ich blind vertraue - mittlerweile. Nicht gesucht, aber gefunden.

So schwer es ist, aber ich glaube, man kann die Einsamkeit nur überwinden, wenn man nach draußen geht, in die wirkliche Welt und dort Kontakte knüpft. Ist eine Herausforderung, aber es durchbricht den Gedankenkreis, dass du meinst, nicht schaffen zu können, raus zu gehen und nicht nur oberflächliche Kontakte zu haben.

Ich glaube übrigens nicht, dass du langweilig bist und immer nur das selbe erzählst. Ich glaube, dass wenn du dich mehr ins Leben wirft, wieder neues erzählen kannst, Erfahrungen machst und neue Menschen kennen lernst - vielleicht auch ein soulmate. :-)

Vertraust du dir selber?

Ich weiß, dass ist jetzt vielleicht keine große Hilfe....aber da du ja selber nicht genau weißt, was du bezwecken möchtest Augenzwinkern

Liebe Grüße
Norden
du beschreibst genau, was ich vor einigen Jahren selbst empfunden habe. Ich kann ja mal ein bisschen davon erzählen, ob es dir weiter hilft, weiß ich nicht:

ich war damals sehr zurückgezogen, "langweilig", menschenscheu, ...

Aber ich sehnte mich so sehr nach einem lieben Menschen, nach Nähe, nach Wärme, nach Verständnis.... also im Grunde nach dem (intensiven!) Kontakt zu Menschen.

Wie du auch schon beschrieben hast, gingen bei mir kurzfristige Freundschaften sehr schnell wieder kaputt. Ich hatte geglaubt, ich wäre halt nicht fähig dazu, war dann immer am Boden zerstört, hatte keine Ahnung, was ich hätte anders machen sollen, habe mir für alles die Schuld zugeschoben und eine enorme Angst entwickelt, dass mir das nochmal passieren könnte. Also bin ich beim nächsten Versuch - wenn ich ihn denn endlich gewagt hatte - noch vorsichtiger vorgegangen.

Letztendlich war das der falsche Weg und ich weiß, welche Fehler ich damals gemacht habe:

1. Ich stand mir selbst völlig im Weg, weil ich eine riesige (und eigentlich unbegründete) Angst vorm erneuten Versagen hatte.

2. Ich hatte keinerlei Selbstvertrauen, keinerlei Selbstwertgefühl und damit verbunden eine Art Perfektionismus entwickelt, wie "der normale Mensch" sein soll, sich verhalten soll und mich damit völlig unter Druck gesetzt (was dann die Angst vorm Versagen noch weiter verstärkt hat).

3. Ich habe die Schwächen anderer übersehen, meine aber selbst dann wahrzunehmen gemeint, wenn es eigentlich völlig unbegründet war.


So, das wäre erst mal, was mir dazu einfällt.
Was kannst du jetzt damit anfangen? Vielleicht erkennst du das wieder und erfährst, dass du mit dem Problem nicht alleine bist. Vielleicht gibt es dir auch ein kleines bisschen Hoffnung, dass man das Problem zumindest so weit überwinden kann, dass man wieder "gesellschaftsfähig" wird - jedenfalls habe ich das geschafft (auch wenn ich es nicht völlig überwunden habe, aber man merkt es mir von außen wenigstens nicht mehr an, wenn ich schon mal unter Leuten völlig angespannt bin).

Auf jeden Fall kann ich dir einen Tipp geben, der es dir vielleicht ein bisschen erleichtert:
versuche, auch die Schwächen anderer Menschen zu sehen, also ich meine die kleinen, liebenswerten Schwächen, die den Menschen so menschlich machen. Und versuche, diese auch bei dir zu akzeptieren. Es ist verdammt schwer und es gibt viele Rückschläge (hin und wieder erlebe ich auch nach Jahren noch welche). Aber zumindest hat mir das damals geholfen.

Ich hoffe, ich konnte dir zumindest ein bisschen weiterhelfen.
lieber tot
danke für eure antworten, früher hatte ich das problem wie du es beschrieben hast @ Norden, heute ist die sache allerdings ein wenig anders, mein "einzelgängertum" ist nun eher selbst gewählt, ich passe nicht in diese gesellschaft und es ist schwer jemand zu finden der ist wie ich es bin. außerdem will ich nicht, dass mir wieder jemand ans herz wächst, den ich dann wieder "verliere".