Kann seit Monaten nicht mehr richtig schlafen (trotz Chloraldurat + Zopiclon)

traurig
Früher, bis vielleicht vor vier oder fünf Jahren konnte ich nahezu immer und überall einschlafen. Damit hatte ich überhaupt kein Problem.

Während des letzten Schuljahres war ich unter der Woche meistens bis etwa 1 Uhr wach, auch wenn ich mich um 22 Uhr ins Bett gelegt habe. Von Montags bis Freitags musste ich um 6 Uhr aufstehen und deswegen war ich am Ende der Woche ziemlich erledigt.
Das halbe Wochenende habe ich dann praktisch durchgeschlafen, also oft samstags und sonntags bis zum Mittagessen, damit ich so den Schlaf einigermaßen nachholen konnte und mein Körper hatte es wohl nötig....

Mein Psychologe hat mir auf Nachfrage auch verschreibungspflichtige Schlaftabletten (Chloraldurat) verschrieben, die mich auch noch müder machten und mir manchmal auch dabei geholfen haben, einzuschlafen.

Nun ist es aber so, dass ich seit über einem Monat nicht mehr zur Schule muss. Mein Tagesablauf ist total durcheinander. Innerhalb der letzten vier Wochen kann ich mich nur an eine Nacht erinnern, in der ich schon vor 1 Uhr eingeschlafen bin.

Die Schlaftabletten bringen leider auch nicht mehr viel. Wenn ich sie nehme, werde ich zwar müde, aber einschlafen kann ich dann noch lange nicht.

Ich habe auch schon ausprobiert, mir morgens eher den Wecker zu stellen und aufzustehen, damit ich abends noch müder bin und eher einschlafen kann, doch das hat leider auch nichts gebracht.

Mittlerweile weiß ich echt nicht mehr weiter... verwirrt Ich kriege nichts geschafft, wenn ich erst um 12 Uhr aufstehe und dann gleich Mittag esse. Meine Familie geht abends gegen 22 Uhr schlafen und dann hänge ich meistens noch stundenlang vor dem Fernseher, weil ich sonst nicht anderes anzufangen weiß.

Vor kurzem hat mir mein Psychologe Zopiclon verschrieben, dass ich gestern gegen 23 Uhr eingenommen habe. Danach habe ich mich schlafen gelegt und gewartet. Nach 2 Stunden konnte ich einfach nicht mehr liegen bleiben und schreibe jetzt hier.... bin so verzweifelt.

Wie soll das nur weitergehen, wenn ich bald ein Praktikum mache und danach wahrscheinlich eine Ausbildung und ich um 6 Uhr aufstehen muss?

Wisst ihr vielleicht Rat? Bringen die zwei genannten Schlafmittel (Chloraldurat, Zopiclon) bei euch etwas?
DarkPhoenix
Ich hab zwar keine Erfahrung mit Chloraldurat aber dafür mit Zopiclon. Wieso das bei dir nicht wirkt verstehe ich nicht. Bei mir reicht eine halbe schon damit ich besser einschlafen kann. Eine reicht für mich zum sicher einschlafen und 2 damit es mich aus den Socken haut.

Vielleicht solltest du die Dosis mal leicht erhöhen oder nach einem stärkeren (und nicht so widerlich schmeckendem) Schlafmittel fragen. Bei mir wirken bestimmte Mittel auch nicht... vielleicht liegts daran.
Thuringwethil
Mein Schlafrythmus ist auch vollkommen abartig geworden, aber eher weil mein Tag während des Semesters besser 48 als 24 Stunden haben sollte, und ich somit keine Zeit hab vor 4 oder 5 in der Früh schlafen zu gehen. Dafür kann ich das jetzt in den Ferien auch nicht, gehe also meist so um 3 ins bett und stehe dann aber auch nicht vor 14 Uhr auf... Da kann man ja gar nicht früher müde werden. Wenns gar nicht anders geht, hilft bei mir manchmal einfach mal eine Nacht durchzumachen. Da kann man am nächsten Abend schon mal um 22 Uhr in Tiefschlaf fallen. Dann halt nur noch für den nächsten Tag den Wecker auf eine angenehme Zeit stellen... Vielleicht hilfts ja den Rythmus wieder ein bisschen auf grade zu bringen...
traurig
Oh ja, ich finde auch, dass das Zopiclon ekelhaft schmeckt...

Ich glaube aber nicht, dass mir mein Psychologe/Arzt ein noch stärkeres Schlafmittel verschreibt...

In letzter Zeit mache ich praktisch fast jede Nacht durch, aber dann schlafe ich spätestens nachmittags und dann kann ich in der nächsten Nacht noch weniger gut schlafen.

Wie gesagt, das Zopiclon hat bei mir nichts gebracht, aber einen kleinen Vorteil hat das auch... wenigstens werde ich davon dann wohl nicht abhängig... Augen rollen
Einsame
Ich finde das Zopiclon auch lasch, habe nur ganz am Anfang einen minimal sedierenden Effekt gespürt. Bereits nach kurzer Zeit habe ich dann keine Wirkung mehr gespürt. Ich suche gerade auch etwas besseres, nehme jetzt Bromazanil (Valium), das mir die ersten Tage auch nicht geholfen hat, aber mittlerweile hilft es zumindest etwas besser als das Zopiclon und es hinterlässt auch nicht diesen Metallgeschmack im Mund.
Vielen hilft auch das Neuroleptikum Seroquel, das aber oft zur Gewichtszunahme führt.
appetency
Dein Problem kenne ich..ich habe ja momentan Ferien und ich schlaf auch nicht vor 3-4 Uhr morgens ein udn penn dann halt meistens bis Mittag durch. Was ich allerdings sehr seltsam finde, ist die Tatsache, dass die Schlaftabletten bei dir nicht wirken..Ich würde mal nach "Seroquel" oder "Remergil" fragen - besonders anfangs haut einen das echt um und selbst ich kann schlafen wie ein Stein. Und ansonsten würde ich dir halt empfehlen, das mit dem früh aufstehen wirklich mal eine Woche lang durchzuziehen..selbst wenn du erst um 4 Uhr nachts einschläfst, steh trotzdem um 7 Uhr auf, auch wenns hart ist...und mach das mindestens 1 Woche durchgehend..ich glaube, wenn du das wirklich konsequent durchziehst, müsste sich doch etwas ändern..was treibst du denn tagsüber so? Mach am besten nachmittags auch etwas, wo du dich körperlich anstrengst, also Sport zum Beispiel..

Ich weiss, wie nervig das ist, wenn man die halbe Nacht wach ist..irgendwann weiss man nichts mehr mit sich anzufangen, gell?

LG,
Appetency
oregon
Wieviel Zopiklon sind den eigentlich gefährlich?
Lugana
Hast du denn irgentwelche Gedankenspiralen die dich nicht schlafen lassen? Denn dann helfen die besten Schlafmittel nichts...
traurig
Oh, ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, dass ich schon vor zwei Jahren hier einen Thread zum Thema Schlafstörungen eröffnet habe. Mit dem Einschlafen klappt es bei mir zur Zeit noch immer nicht wirklich gut. Zur Zeit bin ich in einer TK. Seit ein paar Tagen bekomme ich Zolpidem, damit kann ich manchmal gut einschlafen, oft liege ich aber auch noch über eine Stunde wach. Etwas unwohl ist mir bei dem Gedanken, dass das Schlafmittel auch etwas abhängig machen könnte und dass ich am Schluss gar nicht mehr ohne schlafen kann. Was meint ihr dazu?

In der letzten Nacht habe ich insgesamt etwa elf Stunden geschlafen (nicht am Stück). Ich weiß, man soll nicht so lange schlafen, aber ich fühlte mich nach sieben Stunden Schlaf noch immer total müde und auch den heutigen Tag über fühlte und fühle ich mich noch immer total müde.